Squealer-Rocks.de CD-Review
Iron Savior - Rise of the Hero

Genre: Heavy Metal
Review vom: 06.03.2014
Redakteur: maddin
Veröffentlichung: Bereits veröffenticht
Label: AFM Records



Im Prinzip beginnt jedes Review zu Iron Savior gleich. Die Hamburger um Piet Sielck sind so etwas wie es die österreichischen Stygma 4 waren: Stets gute Kritiken, stets Alben, die weit über dem Durchschnitt lagen - und stets kommerziell erfolglos.
Den Ösis hat das seinerzeit das Genick gebrochen, doch der olle Piet von der Waterkant ist nunmal ein Kampfschwein und macht immer weiter.
Danke dafür! Denn seine Veröffentlichungen lassen aufgepumpte Nullnummern wie Grave Digger oder Helloween locker im eisernen Schatten stehen.
Klopper wie „Condition Red“ oder der Vorgänger „The Landing“ gehören zum Besten, was jemals aus unseren Landen kam.

Ganz so gut wie die beiden erwähnten Teutonic Metal Meilensteine ist „Rise of the Hero“ zwar nicht, aber es reicht immer noch, um beinahe jede andere Kapelle aus fuckin' Germany auf die Plätze zu verweisen.

Allen voran zündet die Granate „Burnig Heart“ am besten. Was für ein Riffing, was für ein Gesang!
Man hat den Eindruck, Kapitän Piet singt von Jahr zu Jahr besser und seine Mannschaft steuert das Raumschiff mit einer Brillanz und Härte, dass man gar nicht vom Weg abkommen kann.
Und wer beim hymnischen Opener „Last Hero“, incl. „Painkiller“ - Parellele, keine Freudentränen vergiesst, der soll doch einfach weiter Adel Tawil hören.

Noch besser ist „Revenge of the Bride“. Die Tussi mit dieser Urgewalt möchte ich gerne mal kennenlernen – oder besser nicht.
Weitere Highlights heissen „Thunder from the Mountains“ (ein rasend schneller, hochmelodiöser Nackenbrecher) oder „Iron Warrior“, ein Midtempo Stampfer, wie ich ihn mir auf der Abschiedsplatte von Priest wünsche.
Überhaupt, Priest: Die Klampfe von Meister Sielck klingt exakt so, wie die Saiten auf „Screaming for Vengeance“ - großes Ohrenkino eben.

Zudem verzichtet der Mann auf den typisch klinisch tönenden Power Metal Sound, den seine hanseatischen Kollegen so gerne verwenden.
Geiles Album – Iron Savior eben.
Hat einer etwas anderes erwartet?

Ach, ja – einen Minuspunkt git es doch: Das Mando Diao Cover „Dance with somebody“.
Warum covert niemand einen Meat Loaf Song?
Richtig - weil es keiner kann.
Warum hat bisher noch niemand einen Mando Diao Song nachgespielt?
Auch richtig – weil Scheiss - Lieder einfach Scheiss – Lieder bleiben!

Tracklist:
01. Ascendence
02. Last Hero
03. Revenge Of The Bride
04. From Far Beyond Time
05. Burning Heart
06. Thunder From The Mountains
07. Iron Warrior
08. Dragon King
09. Dance With Somebody
10. Firestorm
11. The Demon
12. Fistraiser


Line Up:
Vocals, Guitars: Piet Sielck
Guitars: Joachim Küstner
Bass: Jan-Sören Eckert
Drums: Thomas Nack

DISCOGRAPHY:

1997 - Iron Savior
1999 - Unification
1999 - Interlude
2001 - Dark Assault
2002 - Condition Red
2004 - Battering Ram
2007 - Megatropolis
2011 - The Landing
2014 - Rise Of The Hero

SQUEALER-ROCKS Links:

Iron Savior - Megatropolis (CD-Review)
Iron Savior - The Landing (CD-Review)
Iron Savior - Rise of the Hero (CD-Review)

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