Squealer-Rocks.de CD-Review
Bible Of The Devil - The Diabolic Procession

Genre: Heavy Metal
Review vom: 18.10.2006
Redakteur: Bombenleger
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Wieder sowas unbekanntes neues, was der Bombenleger besprechen muß, aber mit mir kann man's ja machen. Eigentlich kenne ich mich nur mit Black Sabbath aus - vielleicht hat mein Chefredakteur Eric mir aus diesem Grund die neue CD von Bible of the Devil geschickt.

Der Name und der Albumtitel "The Diabolic Procession" tendieren ja thematisch gesehen schon etwas in die Richtung von Ozzy & Co.
Musikalisch hat das Ganze, was die Vier aus Chicago da in ihrer Plattenküche zusammenbrutzelten, damit allerdings recht wenig zu tun.
Abwechslungsreicher Metal der normalen Sorte, der stellenweise an die gute alte NWOBHM Welle erinnert mit dem nötigen Schuß Melodie, ohne dabei die nötige Härte zu verlieren - so würde ich das Material umschreiben - mit einem Sänger, der ähnlich wie Lemmy von Motörhead aufgrund seiner stimmlichen Fähigkeiten wohl nie einen Grammy bei den Polls gewinnen wird, aber wenigstens das nötige Charisma besitzt, um sich aus der Masse tausend anderer Sänger doch etwas herauszuheben.
Der stakkatoartige Beginn des rasanten "Ecclesia Novorum Innocentium" und das nicht minder schnell gespielte "Sepulchre" mit den Iron Maiden-ähnlichen Soli oder "Legions of the Oriflamme" (man beachte mal die originellen Songnamen), das trotz aller okkulter Anspielungen stilistisch rein gar nichts mit Black Metal zu tun hat, möchte ich mal besonders hervorheben.
"Slaves" ist eine richtig klasse gemachte, über 7 minütige Powerballade, teilweise schleppend düster mit einen ruhigen Mittelteil und einem sehr rasanten Abschluß. Das klingt von der Art her genau wie "Wheels of Confusion" von Black Sabbath's Vol. 4 Album, wo die vier Birminghamer erstmals bewiesen, daß sie musikalisch weitaus mehr drauf hatten, als den typischen Dampframmen-Rock.
Also, wer sich für den richtigen, altmodischen Metal der Schule "Made in Great Britain" auch 25 Jahre nach dem Abklingen der NWOBHM nach wie vor begeistern kann, dem sei "The Diabolic Procession" wärmstens ans Herz gelegt. Das alte Zeugx zieht meiner Meinung nach doch immer noch am Besten!

Trackliste
1. Ecclesia Novorum Innocentium
2. Sepulchre
3. Orphans of Doom
4. Millenialism
5. Legions of the Oriflamme
6. The Elusive Miracle
7. Heinous Corpus
8. Judas Ships
9. Slaves

Line Up
Mark Hoffmann (v,g)
Nate Perry (v,g)
Darren Amaya (b)
Greg Spalding (d)

DISCOGRAPHY:

2002 - Firewater At My Command
2003 - Tight Command
2005 - Brutally.Majesty.Eternity
2006 - The Diabolic Procession
2008 - Freedom Metal

SQUEALER-ROCKS Links:

Bible Of The Devil - The Diabolic Procession (CD-Review)
Bible Of The Devil - Freedom Metal (CD-Review)

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