Squealer-Rocks.de CD-Review
Davy Vain - In From Out Of Nowhere

Genre: (Sleaze) Rock
Review vom: 21.06.2006
Redakteur: Eric
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Über die Definition von Genres und deren Grenzen lässt sich treffend diskutieren (gelle, Maddin?). Gilt natürlich auch und vielleicht insbesondere für Sleaze Rock, denn genau unter diesem Banner kommt „In From Out Of Nowhere“ daher, der „neueste“ Output des amerikanischen Multi-Talents Davy Vain.

Korrigieren wir gleich mal zwei Fehler des ersten Absatzes: „Neu“ ist diese Scheibe nicht wirklich, eigentlich hat sie bereits 6 Jahre auf dem Buckel und die Abiturienten unter Euch werden zum Ergebnis kommen, dass „In From Out Of Nowhere“ bereits 2000 das Licht der Laser erblickt hat. Stimmt, aber nur in den USA, anno 2006 kommt dieser Output erstmals nun auch in Europa in die Läden. Und „Sleaze Rock“ bezeichnet das Genre auch nicht wirklich treffend, jedenfalls nach meiner Meinung. Mit krachendem, dreckigem Rock der Marke Guns’n’Roses jedenfalls hat diese Scheibe nichts am Hut.

Der Ami Davy Vain, der neben seinen Solo-Projekten auch noch mit seiner Band Vain im Geschäft ist und außerdem als Songwriter und Produzent schon ordentlich Meriten verdient hat, bedient eher die leise, ruhige Seite des Sleaze, wenn es denn diese gibt. Klar, der Opener und stärkste Song der Scheibe, „Push Me Over“, rockt mächtig los, und bei „Sugar Shack“ wirft der Ami gar großzügig mit Stones-Vibes um sich. Insgesamt kommen die Nummern auf „In From Out Of Nowhere“ jedoch ruhig und relaxed rüber, nachzuhören beispielsweise auf „Electric“, einer schönen, atmosphärischen Ballade. Getragen wird die Scheibe insbesondere von den ungewöhnlichen Gitarren-Sounds, die den Songs ständig einen etwas psychodelischen Anstrich mit auf den Weg geben, und natürlich von Vains einzigartiger Stimme.

Was bleibt unterm Strich? Erneut eine starke Rock-Scheibe vom Ami, aber sicher kein leichtverdaulicher Hau-drauf-Sleaze. “In From Out Of Nowhere” ist eigenständig im besten Sinne, entzieht sich jeder Schublade und gefällt sowohl durch hochwertige Nummern abseits des bekannten Schemas als auch durch erstklassige Musiker. Solltet ihr mal ausprobieren.


Tracklist:
01. Push Me Over
02. Fly Again
03. Yellow
04. Electric
05. Come On Now
06. New York
07. Sugar Shack
08. Trinity
09. In From Out Of Nowhere
10. Not Your Space Man
11. Capsule

DISCOGRAPHY:

1989 - No Respect
1991 - All Those Strangers
1993 - Move On It (Japan)
1995 - Fade (Japan)
2000 - In From Out Of Nowhere
2001 - "Aerosmithsonian" - A Tribute to Aerosmith
2006 - On The Line
2006 - In From Out Of Nowhere (Re-Release)

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Davy Vain - In From Out Of Nowhere (CD-Review)

Davy Vain von Vain (Interview)
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