Squealer-Rocks.de CD-Review
Hollywood Burnouts - Kick It Up A Notch!

Genre: Sleaze/Hard Rock
Review vom: 10.01.2014
Redakteur: Siggi
Veröffentlichung: 13.09.2013
Label: Rock Road Entertainment



Ausgebrannt? Von wegen!
Ob Hollywood sich im Zustand totaler Erschöpfung befindet, mag dahingestellt sein, diese junge Truppe aus dem bayerischen Augsburg ist jedenfalls topfit! Die drei Jungs und das Mädel haben ihre Hausaufgaben gemacht, klingt doch dieses Zweitwerk wesentlich reifer und fetter als das Debut.

Wer sein Release Date auf einen Freitag, den 13. legt, pfeift entweder auf jede Art von Aberglauben oder will seinen Optimismus demonstrieren. Letzteres ist auf jeden Fall nicht fehl am Platz! „All Killer, No Filler“ war das Ziel, das sich die Hollywood Burnouts gesetzt hatten und das haben sie auch erreicht. Sie präsentieren eine packende Mischung aus Sleaze/Rock/Blues und ich für meinen Teil konnte kein überflüssiges Füllmaterial entdecken, die „Weiter“-Taste blieb jedenfalls unberührt.

„Ghost“ zum Einstimmen ist schon mal nicht schlecht, kann man sich auch auf youtube ansehen/anhören. Es kommt aber noch besser!
Der richtig gute „Satan City Shuffle“ besticht durch seinen Rhythmus und einen tollen Gitarrenpart. (Kein Anspieltipp, denn man sollte sich ihn auf jeden Fall ganz anhören.)
„Access All Areas“, ein locker flockiger Mitreißer, der auf jeden Fall auf die Setlist gehört. Der Titel erinnert nicht zufällig an das erste Album der Band, welches allerdings „Excess All Areas“ heißt. (Keine Ahnung, ob dieser Unterschied beabsichtigt ist.) Auf dem nächsten Longplayer soll es dann jedenfalls einen Song namens „Kick It Up A Notch“ geben.
Beim Anspielen von „We Own The Night“ dachte ich, gleich müsste Jocke Bergs Stimme ertönen, denn insbesondere der Anfang klingt schon sehr nach einer Mischung aus „Into Debauchery“ und „Medicate Me“ (Hardcore Superstar). Na und? Ist ein Hammersong, der zum Mitgrölen und Mähneschütteln animiert!
Bei „The Mirror“ sind es die Tempowechsel und die vom Gesang her irgendwie mystisch klingelnden Strophen, die diesen Track zu einem meiner Favoriten haben werden lassen. Der nächste folgt mit „L.I.A.R.“ gleich hinterher. Zuerst fällt es schwer, den Kopf still zu halten und beim Refrain möchte man eigentlich die Arme hochreißen und „Hey“ schreien, auch wenn man in der U-Bahn sitzt.
Sehr cool auch das The Cult Cover „Sweet Soul Sister“, gefällt mir fast besser als das Original.

Alles in allem haben die Hollywood Burnouts ein tolles und abwechslungsreiches Album abgeliefert. Es ist frech, es rockt, bietet tolle Gitarrensoli und lädt zum Mitsingen und Headbangen ein. Vielleicht hätten es zwei oder drei Songs mehr sein können, aber lieber so als mit drei Lückenfüllern, die die leckere Suppe versalzen.

Fans von Bands wie Kiss, L.A. Guns, Crashdïet, Reckless Love oder den bereits erwähnten Hardcore Superstar sollten „Kick It Up A Notch!“ nicht links liegen lassen. Und auch alle anderen dürfen gern mal reinhören!

Spielzeit: 43:10

Tracklist
01 Ghost
02 Out Of Hell
03 Satan City Shuffle
04 Access All Areas
05 Coming Home
06 We Own The Night
07 Ain't That A Bitch
08 The Mirror
09 L.I.A.R.
10 Sweet Soul Sister

Line Up
Tobi - Drums
Mike - Lead Gitarre / Gesang
Chrizzy - Rhytmus Gitarre
Chris - Bass

DISCOGRAPHY:

2012 - Excess All Areas
2013 - Kick It Up A Notch!

SQUEALER-ROCKS Links:

Hollywood Burnouts - Excess All Areas (CD-Review)
Hollywood Burnouts - Kick It Up A Notch! (CD-Review)

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