Squealer-Rocks.de CD-Review
Hyades - The Roots Of Trash

Genre: Thrash Metal
Review vom: 11.07.2009
Redakteur: Bombenleger
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label: Mausoleum



Ich rätsel ja immer noch, warum man ausgerechnet mir eine Thrash Metal CD zur Besprechung gegeben hat, wissen die in der Redaktion nicht, daß ich in letzter Zeit nur noch Nazareth höre? Aber Jesus, dessen Geburtsort die Jungs um Dan McCafferty einst zu ihrem Bandnamen auserkoren hatten, machte zeitlebens auch unliebsame Bekanntschaft mit den Römern.

Was aber haben die Römer mit Hyades zu tun? Ich weiß zwar nicht ob dieses Quintett der ewigen Stadt entsprungen sind, aus Italien stammen sie aber allemal. Seit 1996 existieren Hyades, haben mit vorliegender Roots Of Trash (nein, das ist kein Schreibfehler) bereits ihr drittes Album veröffentlicht und wurden sogar im letzten Jahr im englischen Metal Hammer unter den Top 30 Thrash Metal Bands gelistet. Und das scheint schon nach dem ersten Durchlauf, wenn man die Band nicht kennt, keinesfalls so abwegig.

Wer mich kennt oder im obigen Absatz zwischen den Zeilen lesen kann, wird feststellen, daß Thrash Metal nicht gerade meine bevorzugte Baustelle ist, obwohl ich Mitte der 80er, als diese Musik aufkam, ein ausgesprochener Fan von allem war, was die Bay Area damals so hervorbrachte und in genau diese Kerbe schlagen Hyades mit Roots Of Trash und philosofiert man über den Albumtitel, dann ist der Thrash Metal schon vor über 2000 Jahren im römischen Colloseum bei den Gladiatorenkämpfen und nicht erst 1983 in San Francisco entstanden.

The Roots Of Thrash bietet 11 beinharte Nummern in bester Old School Thrash Manier, schon der Instrumental Opener "Long Way Back Home" hält das, was er verspricht - knallige Riffs, geniale Soli, hämmernde Drums und einem Sänger, der in tieferen Tonlagen wie Chuck Billy (Testament) und in den höheren wie der gute alte Schmier von Destruction klingt. Da treibt es sogar mir die Freudentränen in die Augen, wenn Songs wie A.F.M.S." oder "Worse Than The Silence" aus den Boxen hämmern. Ausfälle findet man hier eigentlich keine, Anfälle dagegen bekommt man gelegentlich, wenn das Ganze nach knapp 43 Minuten schon wieder vorbei ist und man aufstehen muß, um erneut die Play Taste zu drücken.

Sehr gut gelungen ist auch die Produktion sowie das Covermotiv, welches im längst verblichenen Zeitalter der LP noch um einige Zacken besser zur Geltung gekommen wäre. Löblich auch das gut gestaltete Booklet mit vielen Live Photos und den Lyrics verpackt im Jewel Case. Empfehlenswert auch für Leute, die mit Thrash nicht soviel anfangen können, da die Songs allesamt nicht so arg in die extreme Richtung abdriften. Wer auf Testament, Exodus oder die alten Anthrax abfährt, ist mit Roots Of Trash bestens bedient.

Fazit
Ich mach mir jetzt einen Teller Spagetthi, buon appetito!



Trackliste
01. Long Way Back Home
02. I Belong To No One
03. A.F.M.S.
04. United In The Struggle
05. Worse Than The Silence
06. The Great Deceit
07. Still In The Trash
08. Alive But Dead
09. Worse Than The Silence
10. The Moshing Reel
11. Come Out And Play

Line Up
Marco Colombo (v)
Jerico Biagiotti (b)
Marco Negonda (g)
Lorenzo Testa (g)
Rodolfo Ridolfi (d)

DISCOGRAPHY:

2005 - Abuse Your illusions
2007 - And The Worst Is Yet To Come
2009 - The Roots Of Trash

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