Squealer-Rocks.de CD-Review
Burning Point - Empyre

Genre: Power Metal
Review vom: 09.02.2009
Redakteur: Colin
Veröffentlichung: 27.02.2009
Label: Metal Heaven



Dass das Land der tausend Seen ein kreativer Schmelztiegel ist, brauche ich keinem erzählen. Talentierte Bands kommen fast täglich aus den dunklen Wäldern, um die Welt mit ihrem Können zu beeindrucken. Einige von ihnen bleiben an der Spitze. Viele von ihnen verschwinden aber auch genauso schnell wieder in den Wäldern Finnlands. Wer Durchhaltevermögen mitbringt, wird irgendwann auch dafür belohnt. Dies gilt auch für BURNING POINT, die mich schon vor zwei Jahren mit ihrem, damals dritten Album „Burned Down The Enemy“ beeindruckt haben. Nun liegt im frühen Winter 2009 ihr viertes Werk „Empyre“ vor.

„Burned Down The Enemy“ legte die Meßlatte qualitativ hoch, was die nicht unwichtigen Punkte Komposition und Technik betraf. Eine schwierige Aufgabe also, die es zu bewältigen galt. Die Finnen haben aber nicht den Kopf in den Sand gesteckt und die Zeit bis zum neuen Album genutzt, um an ihrer Musik zu feilen und sie zu optimieren. Dass ihnen dieses Vorhaben gelungen ist, zeigt das neue Album auf beeindruckende Weise. Die schon sehr gute Produktion der letzten Scheibe wurde noch übertroffen. Die Songs selbst wirken noch ausgereifter gegenüber dem Vorgänger. Das fängt beim titelgebenden Opener an und endet mit dem rausschmeißenden Stampfer „Only The Wrong Will Survive“. Dazwischen stehen Songs wie „Fool’s Parade“, „Sacrifice“ oder „Manic Merry-Go-Round“, die allesamt Champions League-Niveau haben und melodischen europäischen Power Metal in Bestform zeigen. Hinzu gesellen sich noch das brettharte, schön thrashige „Face The Truth“, das melancholisch angehauchte „Cruel World“ sowie die völlig kitschfreie Ballade „Was It Me“, die auch für die entsprechende Abwechslung auf der Platte sorgen.


Pete Ahonen und seine Jungs haben bei der Komposition der Stücke sehr viel Wert auf Details gelegt, so dass man auch nach mehrmaligem Hören noch neue Fragmente in den Songs entdecken kann. Man hört in den Stücken viele Tempo- und Rhythmuswechsel, die im Zusammenspiel mit den Riffs der Band dafür sorgen, dass zu keiner Sekunde Langeweile aufkommt. Wobei die Stücke selbst weniger progressiv ausgefallen sind, als das noch beim Vorgänger der Fall war. BURNING POINT haben zudem noch mehr Augenmerk auf die Melodien in den Stücken gelegt, was nicht nur dem absoluten Highlight des Albums („Blinded By The Darkness“) gut zu Gesicht steht. Die Chöre sind fett arrangiert und harmonieren hervorragend mit der harten, aber klaren Produktion.


Nach „Salvation By Fire“, „Feeding The Flames“ und „Burning Down The Enemy“ ist „Empyre” (ja, die Jungs haben ein Faible für zündelnde Albumtitel) das bislang reifste und beste Werk der Band geworden. „Empyre“ ist ein erwachsenes Album geworden, das von einem sehr schönen, detailreichen Cover abgerundet wird. Freunde klischeefreien, eigenständigen Power Metals europäischer Prägung kommen hier definitiv auf ihre Kosten und sollten die Scheibe sofort bei Veröffentlichung abgreifen. Und mal ehrlich: Kann eine Band etwas falsch machen, die als Intro für die Platte das „Der Pate“-Thema in einer metallischen Version gewählt hat? Nein!



Tracklist:
1. Intro (The Godfather Theme)
2. Empyre
3. Manic Merry-Go-Round
4. Face The Truth
5. Fool’s Parade
6. Was It Me
7. Walls Of Stone
8. Sacrifice
9. Cruel World
10. Blinded By the Darkness
11. Only The Wrong Will Survive


Line-Up:
Pete Ahonen – Vocals, Guitars
Pekka Kolivouri – Guitars
Jukka Jokikokko – Bass
Pasi Hiltula – Keyboards
Jussi Ontero - Drums

DISCOGRAPHY:

2001 - Salvation by fire
2003 - Feeding the flames
2004 - To hell and back (Single)
2007 - Burned down the enemy
2009 - Empyre


SQUEALER-ROCKS Links:

Burning Point - Burned Down The Enemy (CD-Review)
Burning Point - Empyre (CD-Review)

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