Squealer-Rocks.de CD-Review
Fading Starlight - Timeless Fate

Genre: Melodic Metal
Review vom: 01.05.2004
Redakteur: Jack
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Fading Starlight stehen für melodiöse, harte und kraftvolle Musik, was das Debütalbum LOST der fünf zeigte. Neben vielen positiven Resonanzen aus der Medienwelt durften Fading Starlight mit Bands wie In Extremo und Rough Silk auftreten. Doch die Dame und die vier Herren wollten sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen und enterten im Oktober 2002 erneut das TTS-Studio, um mit Produzent J.R.F. (Wolfen, Northern Tales, uvm.) die neue Platte TIMELESS FATE aufzunehmen. Mal sehen, ob es sich dabei um ein Schicksals trächtiges Album handelt.

Nach wenigen Durchläufen von TIMELESS FATE fallen die langen, schnell gespielten, aber trotzdem melodischen Soli (teils weit über 30 Sekunden) stark auf, welche dem Gesamteindruck des Albums klar positiv zu Buche schlagen.
Doch Soli alleine machen noch lange keinen ganzen Song und das ist bei einigen Liedern das große Problem.
Manche Songs rauschen einfach geradewegs am Hörer vorbei, was erstens am hohen Spieltempo und zweitens am überhasteten und durch das Tempo eingemauerten Gesang liegt (Beispiele hierfür: „As The Harlcquin Died“, „Down In This Land“ oder „Alone“). Das alles wirkt dann etwas konfus und man wird mit diesen Liedern auch nach mehrmaligem Hören nicht warm.

Die Stärken von Sängerin Inga Scharf scheinen eher im melodischen, langsamen und gefühlvollen Gesang zu liegen. Das balladeske Stück „Rain“ wäre ohne diese klasse, ruhige Gesangsleistung wahrscheinlich nur die Hälfte wert.
Wenn Fading Starlight nicht wie bei einigen Songs das Gaspedal durchtreten, sondern etwas Gas wegnehmen, kommt auch das stimmliche Vermögen der Sängerin wesentlich mehr zur Geltung.
Als bestes Beispiel dient hierbei der zweite Track des Albums „The Missing Link“, bei dem ein ständiger Wechsel von schnell - hart und langsam - melodisch stattfindet. In solchen Liedern kann sich jedes Bandmitglied bestens in Szene setzten, ohne dass jemand zu kurz kommt.

Dem Albumrauschmeißer „Every Hundred Years“ ist im Zwischenspiel der „For Whom The Bell Tolls“ Sound von Metallica nachzuweisen, wobei der Refrain wieder eine ganz andere Musikrichtung einschlägt. Die sehr eingängige Melodie des Chorus und der dazugehörige an den Sound angepasste Gesang haben fast schon was von Pop-Musik, nur besser gemacht .

Zuerst dachte ich, dass TIMELESS FATE aus zehn Tracks besteht. Aus dem guten Grund, dass „Dawn Of Tomorrow“ und „Spirit Of The Sea“ ähnliche Songstrukturen aufweisen und somit fast schon als Part I und Part II durchgehen könnten. Die beiden Lieder an sich zeigen gut das Spektrum der fünf, das von Soft Rock über Melodic Rock/Metal, mit eingängigem Refrain, bis hin zu Power Metal reicht.

Fazit: Ist TIMELESS FATE nun ein Schicksals trächtiges Album? – Die Antwort liegt wie so oft dazwischen. Für ein richtiges Spitzenalbum fehlt den 11 Songs einfach die Konstanz. Die Ideen lassen sich meistens sehen, aber leider Gottes sind sie nicht immer so gut ausgearbeitet worden. Dagegen beweisen die drei klasse Lieder „Rain“, „Dawn Of Tomorrow“ und „Spirit Of The Sea“, dass Fading Starlight auf jeden Fall etwas zu bieten haben. Schaun ma mal.


Tracklist:
1. As The Harlcquin Died
2. The Missing Link
3. Alone
4. Rain
5. Down In This Land
6. Timeless Fate
7. Dawn Of Tomorrow
8. Spirit Of The Sea
9. Disguised
10. Chapter Il
11. Every Hundred Years

Anspieltipps: Rain, Dawn Of Tomorrow, Spirit Of The Sea, Every Hundred Years

Band Line-Up:
Inga Scharf – Gesang
Sebastian Scharf – Gitarre
Frank Ruhnke – Gitarre
Florian Schulz – Bass
Pierre Leyendecker – Schlagzeug

DISCOGRAPHY:

2002 – Lost
2004 – Timeless Fate
2005 – The Crowbar Dance (EP)

SQUEALER-ROCKS Links:

Fading Starlight - The Crowbar Dance (EP) (CD-Review)
Fading Starlight - Timeless Fate (CD-Review)

Sebastian Scharf von Fading Starlight (Interview)
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