 Sieges Even - Playgrounds
Genre:
Progressive Rock Review vom: 18.07.2008 Redakteur: maddin Veröffentlichung: 25.07.2008 Label: Inside Out Meine Skepsis bezog sich eher darauf, dass die Songs der letzten beiden Alben, die immerhin 80% des Mitschnitts ausmachen, nicht nur von ihrer Perfektion, sondern auch zu einem großen Teil von der phänomenalen Produktion leben. Wie will man so etwas auf ein Live Album transportieren ohne steril oder gar künstlich zu klingen?
Denn: einen Gig sehe ich nur einmal, ein Live - Album muss auch beim 50. Durchlauf noch gut klingen.
NATÜÜÜRLICH war meine naive Skepsis völlig unbegründet. Eine Band wie Sieges Even, die weiss, was sie tut. Eine Veröffentlichung, die nicht das Prädikat „perfekt“ verdient, werden wir von dieser Truppe nicht hören. Um zu erklären, weshalb und warum dieses Live Album unverzichtbar ist, muss man zwei Seiten beleuchten, da keine der beiden unerwähnt bleiben darf.
Der musikalische Aspekt:
Um die Genialität der Songs zu beschreiben, reicht eigentlich ein schnöder Nebensatz aus. So in der Art von „besser kann man Prog, der auch noch eingängig ist, nicht spielen“, oder so. Versucht man sich in längeren Erklärungen, sind Ruck - Zuck drei Seiten voll und kein Mensch kapiert mehr, was man eigentlich sagen will. „Faszination in Reinkultur“ wäre auch noch im Rennen um die passendste Erklärung. Hier verweise ich mal ganz arrogant auf meine Reviews der letzten beiden Scheiben, und fertig.
Interessant ist also, wie die sympathischen Über – Musiker ihre Werke denn nun on stage performen. Das Überraschende, eigentlich Überwältigende ist, dass jede Nummer genauso wie in der Studio Fassung gezockt wird, aber trotzdem anders klingt.
Das wiederum liegt an der Qualität der Aufnahme und die nenne ich mal...
...den Klangfaktor :
Um auf Nummer Sicher zu gehen, hat man sich wieder Uwe Lullis an die Regler geholt, der bei den letzten beiden Studio Alben eine grandiose Arbeit abgeliefert hat. Und der Ex- Grave Digger Gitarrist hat auch diesmal etwas geleistet, für dass er eigentlich lebenslang Freibier bekommen sollte: er lässt einen Konzert - Mitschnitt fast besser als einen Studio Output, aber trotzdem LIVE klingen.
Wieder ist jedes Instrument gleichberechtigt, wieder ist man erstaunt, wie differenziert und doch komplex der Sound ist, wieder fragt man sich, warum das nicht jede Band so hinbekommt.
Nun aber schnell ein Fazit in die Tasten gehämmert, bevor ich der Versuchung erliege, doch noch drei Seiten zu schreiben:
Im Prinzip sollte die Erwähnung „Sieges Even haben ein Live Album raus“ reichen, um nächsten Freitag zum Tonträger - Dealer zu rennen.
Ach, Blödsinn – nicht „im Prinzip“. Wer das Ding nicht kauft, der, ... der.....,ach für den fallen selbst mir keine Schimpfworte mehr ein. Wer das Teil nicht kauft, der tut mir nur noch leid!
Tracklist:
1.When Alpha And Omega Collide
2.Tidal
3.Unbreakable
4.The Waking Hours
5.Iconic
6.These Empty Places
7.Duende
8.Paramount
9.The Lonely Views Of Condor
10.The Weight
Line Up:
Arno Menses – Vocals
Markus Steffen – Guitar
Alex Holzwarth – Drums
Oliver Holzwarth - Bass
DISCOGRAPHY:
1988 - Life Cycle
1990 - Steps
1991 - A Sense of Change
1995 - Sophisticated
1997 - Uneven
2005 - The Art of Navigating by the Stars
2007 - Paramount
2008 - Playgrounds
SQUEALER-ROCKS Links:
Sieges Even - The Art Of Navigating By The Stars (CD-Review) Sieges Even - Paramount (CD-Review) Sieges Even - Playgrounds (CD-Review)
SONSTIGES:
BANDHOMEPAGE
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