 Jaded Heart - Sinister Mind
Genre:
Melodic Rock Review vom: 19.10.2007 Redakteur: Eric Veröffentlichung: 19.10.2007 Label: Frontiers Records Erschwerend kam hinzu, dass Ex-Sänger Bormann nahezu zeitgleich mit „Conspiracy“ ein Hammer-Album auf den Tresen legte und sich anschickte, seine Ex-Combo alt aussehen zu lassen. „Sinister Mind“, der mittlerweile achten Outputs, wurde also mit durchaus skeptischem Gedankengut zum Rotieren gebracht, und siehe: Es war gut! Clever von den Männern, mit „Hero“ einen echten Killer direkt an den Anfang zu platzieren. Ein knackiges Riff, atmosphärische Keys, klasse Melodien gepaart mit einer ordentlichen Portion Eingängigkeit: Jawoll, die Herren können es noch!
Was sie auch in der Folge beweisen, denn von ein oder zwei eher durchschnittlichen Nummern abgesehen geben sich auf „Sinister Mind“ die Melodic-Perlen sozusagen die Klinke in die Hand. Bei „Open Your Eyes“ sind die Parallelen zu den großartigen Pink Cream 69 nicht zu überhören, „Going Under“ ist ein wahres Hookline-Monster vor dem Herrn und bei „Heavenly Devotion“ dürfen die sechs Saiten mal so richtig schön ungebremst und ungezügelt braten – Rock’n’Roll!
Fans der eher poppigen Seite dürfen sich von dem Riff-Gewitter bei dem AOR-Sahnhäubchen „Always On My Mind“ erholen, bevor die Party standesgemäß mit einem Highlight („Crush That Fear“) beendet wird. Dabei haben die Männer einiges richtig gemacht: Die Refrains und Hooklines knallen und flutschen in die Gehörgänge, ohne vorher bereits ein Dutzend Mal gehört worden zu sein. Nehmt den Titelsong, das ist ganz großes Melodie-Kino! Die Background-Gesänge sind einfach nur großartig und die kompakten und doch bis ins letzte Detail stimmigen Songs lassen sich auch beim x-ten Durchlauf Feinheiten entlocken.
Lobhudelei? Nein! Nach der leisen Enttäuschung über das letzte Album darf sich „Sinister Mind“ bereits jetzt in die Reihe der Band-Klassiker einreihen. Eine Scheibe, die ihre ganze Qualität erst beim zweiten oder dritten Durchlauf gänzlich preisgibt und an der Freunde des ganz feinen melodischen Rocks nicht vorbei kommen.
Tracklist:
01. Hero
02. Justice Is Deserved
03. Sinister Mind
04. Going Under
05. See The Light
06. Open Your Eyes
07. My Eager’s Red
08. Always On My Mind
09. Heavenly Devotion
10. To Please And Give In
11. Hellucinate
12. Crush That Fear
Lineup:
Johan Fahlberg (vocals)
Peter Östros (guitars)
Michael Müller (bass)
Henning Wanner (keys)
Axel Kruse (drums)
DISCOGRAPHY:
1994 - Inside Out
1997 - Slaves & Masters
1998 - Mystery Eyes
1999 - IV
2001 - Diary 1990 – 2000 (Best Of)
2002 - The Journey Will Never End
2004 - Trust
2005 - Helluva Time
2007 - Sinister Mind
2009 - Perfect Insanity
SQUEALER-ROCKS Links:
Jaded Heart - Helluva Time (CD-Review) Jaded Heart - Trust (CD-Review) Jaded Heart - Sinister Mind (CD-Review) Jaded Heart - Perfect Insanity (CD-Review)
Michael Müller von Jaded Heart (Interview)
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