Squealer-Rocks.de CD-Review
Vendetta - Go And Live...Stay And Die

Genre: Thrash Metal
Review vom: 26.08.2007
Redakteur: Colin
Veröffentlichung: Bereits erschienen
Label: Metal Axe Records



Nachdem von Metal Axe Records bereits das Zweitwerk „Brain damage“ wiederveröffentlicht wurde, kommt nun auch der Vendetta Erstling aus dem Jahr 1987 überarbeitet in die Läden. Auch der Vorgänger von „Brain damage“ kann musikalisch absolut überzeugen, wenn auch die Spielereien hier noch nicht so stark im Vordergrund standen.

Auf „Go and live…stay and die“ deutete sich schon die Richtung an. in die es mit „Brain damage“ ein Jahr später gehen sollte. Die technischen Spielereien standen beim Debüt noch im Hintergrund, die Ideen waren aber schon da. Songs wie „System of death“ oder „On the road“ strotzen auch heute noch vor geschickt gesetzten Breaks und Spielfreude. Klar, Thrash wurde damals vorwiegend schnell zelebriert und im Fahrwasser der großen Drei des deutschen Thrash (Tankard brauen ja seit jeher ihr eigenes Bierchen) war es auch nicht leicht Punkte zu sammeln.

Die Songs von Vendetta waren aber damals schon stark genug, um sich aus dem beinahe übermächtigen Schatten oben genannter Bands heraus zu schälen. Schon der Opener „Suicidal lunacy“ kommt schnell und aggressiv aus den Boxen und macht keine Gefangenen. Breaks, Mid-Tempo und Speed Metal Einlagen; der Song hat alles zu bieten was ein Thrasher (damals wie heute) von seiner Lieblingsmusik erwartet. In die gleiche Kerbe schlagen auch der Titeltrack und „Traitor´s fate“, wobei die beiden nicht ganz so ungestüm aus den Boxen knallen. Dass nie ein gewisses Aggressionslevel (auch bei den restlichen fünf Songs nicht) unterschritten wird, liegt zu einem nicht geringen Teil an der, für damalige Verhältnisse, sehr guten Produktion von Harris Johns. Die Instrumente sind alle gut zu hören und die sporadisch eingesetzten technischen Spielereien kommen ebenfalls gut zur Geltung. Dadurch werden Stücke wie „Traitor´s fate“, das sehr kurze, dafür aber umso intensivere „Drugs and corruption“ (mit schönem „Ein Männlein steht im Walde…“-Intro) oder das geniale, die Scheibe abschließende „And the brave man fails“ (das ebenfalls sehr intensiv daher kommt und zu den besten Songs der Scheibe zählt) natürlich ins rechte Licht gerückt.

Auch textlich waren Vendetta (meistens) weit weg von blutigen Schlachten oder satanischen Riten, die im Thrash damals sehr gerne thematisiert wurden. So behandelt der Titeltrack zum Beispiel ein Thema was auch nach 20 Jahren leider nichts von seiner Aktualität verloren hat: Fremdenfeindlichkeit. Ansonsten werden Probleme mit Drogen, Unterdrückung, sinnloser Soldateneinsatz im Krieg etc. aufgegriffen, die ja ebenso wenig wie der Titelsong weiterhin aktueller denn je sind.

„Go and live…stay and die“ war ein mehr als gelungenes Debüt, auf dem kein einziger Ausfall war, einer talentierten Thrash Metal Band. Die Energien und Ideen waren da, auch wenn diese erst ein Jahr später mit „Brain damage“ richtig kanalisiert wurden. Nichtsdestotrotz macht die Scheibe riesigen Spaß und knallt vom ersten bis zum letzten Ton schön heftig. Neueinsteiger sollten sich sowohl „Go and live…stay and die“ als auch „Brain damage“ zulegen. Nostalgiker und Thrasher, die beide Scheiben noch nicht auf CD haben sowieso. Als einziger Bonustrack befindet mit „Brain damage“ (in einer Live Version) der Titelsong des Zweitwerks auf der Scheibe.
Anspieltipps: Go and live..stay and die, System of death, And the brave man fails



Tracklist:
1. Suicidal lunacy
2. Go and live…stay and die
3. Traitor´s fate
4. System of death
5. Drugs and corruption
6. Revolution command
7. On the road
8. And the brave man fails
9. Brain damage (live)


Daxx – Guitar, vocals
Micky – Lead guitar, vocals
Samson – Drums
Heiner - Bass

DISCOGRAPHY:

1987 - Go and Live…Stay and Die
1988 - Brain Damage
2003 - Dead people are cool (Demo-CD)
2005 - Hate (Promo-CD)
2007 - Hate

SQUEALER-ROCKS Links:

Vendetta - Brain Damage (Re-Release) (CD-Review)
Vendetta - Go And Live...Stay And Die (CD-Review)
Vendetta - Hate (CD-Review)

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