Squealer-Rocks.de CD-Review
Yngwie Malmsteen - Unleash The Fury

Genre: Metal
Review vom: 22.07.2005
Redakteur: maddin
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Yngwie Malmsteen hat neben einer Armee an Bewunderern auch einen Haufen an Leuten, die ihm nicht weniger als die Pest an den mittlerweile wohlgenährten Balg wünschen. Diese "lieben oder hassen“ Geschichte ist natürlich immer sehr werbewirksam für die betreffende Person und daher sicherlich nicht von Nachteil. Im Falle des schwedischen Gitarrenhelden jedoch in meinen Augen völlig unverständlich. Sicher – jedermanns Sache sind seine neo klassischen, teils sehr egozentrisch komponierten Stücke nicht, aber polarisierend haben sie zumindest auf mich noch nie gewirkt.

Egal – ändern wird sich mit seiner neusten Scheibe auch nicht viel. Fans werden sie lieben und die andere Fraktion hat wieder was zu meckern, So weit, so schlecht. Denn neben mir gibt es garantiert noch ein paar Fans, die das Ganze weniger dramatisch sehen und einfach nur wissen wollen, ob diese CD nun guten Stoff enthält, oder nicht. Tut sie! Streckenweise sogar verdammt Guten!
Mit 72 Minuten und 18 Songs gibt’s für die sauer verdiente europäische Einheitswährung ordentlich Masse.
Jedem sollte klar sein, dass die Qualität der Frühwerke hier nicht erreicht wird – was aber auch nicht zu erwarten war.
Trotzdem hat es unser Liebhaber italienischer Sportwagen geschafft, eine Brücke von alten Tugenden zur Moderne zu bauen. Natürlich geben Ingwie’s Solo Eskapaden den Ton an und klingen wie eh und je. Vier Instrumental Songs sprechen für sich.

Die "normalen“ Lieder pendeln zwischen riffigem New Metal Sound und althergebrachtem 80er Material, und erhalten ihren Reiz nicht durch das zeitweise nicht immer gutklassige Songwriting, sondern durch einen der besten Sänger unserer Zeit: Doogie White! Dieser Mann veredelt selbst kompositorische Durchschnittsware, die nun mal auf diesem Album auch vorhanden ist.
Andererseits machen mich Black Sabbath angehauchte Stampfmonster wie "Winds of War“ total bekloppt. Hier zeigt sich Mr. Malmsteen mal absolut songdienlich.

Absoluter Tiefpunkt des Albums sind die drei Stücke, bei denen Ingwie selbst den Gesang übernimmt. Geht’s noch? Er hat einen der besten Sänger der Welt im Studio und tönt da mit einem Organ, wo sich meines nach drei Tagen Koma Saufen noch besser anhört, durch die musikalische Botanik, dass einem die Rainbow CD vom Vortag wieder hochkommt. Mehr Ego-Trip geht nicht.

Nichts desto trotz ein gutes Album, was zwar zu lang und zu egozentrisch ausgefallen ist, aber das hatten wir ja schon.
Malmsteen Fans: Zuschlagen!
Malmsteen Neulinge: Zuschlagen!
Malmsteen Hasser: Weiter Bon Jovi hören!

Tracklist:
1.Locked and loaded
2.Revolution
3.Crackin’ the Whip
4.Winds of War
5.Crown of Thorns
6.Bogey Man
7.Beauty and the Beast
8.Fugetta
9.Cherokee Warrior
10.Guardian Angel
11.Let the good Times roll
12.Revelation
13.Magic and Mayhem
14.Exile
15.The Hunt
16.Russian Roulette
17.Unleash the Fury
18.Paraphrase

DISCOGRAPHY:

1984 - Rising Force
1985 - Marching Out
1986 - Trilogy
1988 - Odyssey
1989 - Trial By Fire
1990 - Eclipse
1992 - Fire & Ice
1994 - The Seventh Sign
1995 - Magnus Opus
1996 - Inspiration
1997 - Facing The Animal
1998 - Concerto Suite For Electric Guitar And Orchestra in E Flat Minor, Opus 1
1998 - LIVE !!
1999 - Alchemy
2000 - War To End All Wars
2000 - Anthology 1994-1999
2000 - Best Of 1990-1999
2000 - Concerto Suite Live from Japan - DVD
2002 - War to End All Wars
2002 - ATTACK!
2002 - The Genesis
2005 - Unleash the Fury
2007 - Far Beyond The Sun - DVD
2008 - Perpetual Flame

SQUEALER-ROCKS Links:

Yngwie Malmsteen - Unleash The Fury (CD-Review)
Yngwie Malmsteen - Perpetual Flame (CD-Review)

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