Squealer-Rocks.de CD-Review
Powergod - Long Live The Loud / That's Metal Lesson 2

Genre: Heavy Metal
Review vom: 14.07.2005
Redakteur: maddin
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Bei Alben die nur aus Coverversionen bestehen, rümpft so mancher die Nase. Und wohl so manches Mal auch zu Recht. Es kann nämlich schon nervtötend sein, die 148. Version von „Breaking the Law“ oder irgendeinem Maiden Gassenhauer serviert zu bekommen. Es gibt jedoch auch Coverscheiben die nicht nur eine Berechtigung, sondern sogar eine Notwendigkeit besitzen. Um so ein Exemplar handelt es sich beim neusten Output der Ruhrpott Metaller Powergod.
Gar mehrere Funktionen attestiere ich dieser gottgleichen Langrille:

1. Lehrstunde für Nachwuchs - Metaller. Wie schon 2001 mit „Bleed for the Gods – That’s Metal Lesson 1“ hat man sich auf echte 80er Metal Perlen konzentriert, und sich nicht an den oben genannten Megasellern vergriffen, die damals selbst in der „Schlager-Rallye“ am Montag Abend im WDR gedudelt wurden. Hier sehen die Jungspunde mal, dass wir in der guten alten Zeit längst nicht nur Accept und Priest gehört haben. Insofern trifft’s der Titel „..Metal Lesson“ ganz genau. Man könnte, nein, man sollte diese CD unter dem Aspekt einer pädagogisch sinnvollen Arbeit sehen.

2. Heul/Feier/Nostalgie/Reck die Faust – Stunde für alle Altmetaller. Ich bin garantiert nicht der Einzige, der der Band aufgrund der Zusammenstellung ihres Tribut Albums und dem Ausgraben einiger echter – vielleicht ein wenig in Vergessenheit geratener Perlen des Stahls – lebenslang Freibier spendieren würde. Spätestens beim Lesen der Tracklist werden bei jedem Kuttenträger von altem Schrot und Korn die Freudentränen kullern.

Auf jeden Song einzugehen, würde den Rahmen sprengen. Einige Beispiele müssen dennoch sein: Eine Scheibe mit dem Exciter Lebensmotto „Long live the Loud“ (incl. „Fall out“ Intro) zu eröffnen, reicht schon zur Heiligsprechung. Wie alle Versionen ist auch diese sehr nahe am Original gehalten. Powergod machen in dieser Hinsicht wirklich einen guten Job. Das trotz allem keine den Charme des Originals erreicht, versteht sich von selber. Allerdings kann man bei solchen Klassikern auch viel verkehrt/kaputt machen. Das dies hier nicht der Fall ist, liegt an der immensen Spielfreude, die man förmlich spüren kann. Hier wurde nicht einfach nachgespielt – die Erbstücke wurden mit Respekt behandelt! Und irgendwie tut es richtig gut, Himmelsgeschenke wie Abattoir’s „Screams from the Grave“ mal in einer super – transparenten, modernen Produktion zu hören.
Schweinecool ist auch der Wendy O’Williams Klassiker „Ready to Rock“, welches eigentlich, wie die gesamte LP „WOW“, ein Kiss Stück mit weiblichem (?) Gesang ist. Selbst Paul Stanley’s mieses Gitarren Solo am Beginn haben die Jungs hingekriegt.

Wie schon auf Teil 1 ist auch diesmal wieder eine ganze Armee an namhaften Gastmusikern mit von der Partie. So schreit sich beispielsweise Tom Angelripper durch den Tank Klopper „The War drags on“ und Minoru Niihara von Loudness, sowie Schmier von Destruction singen ihre Parts von einst noch mal neu ein.

Mehr gibt’s jetzt auch nicht zu sagen. Taschentücher raus und Tracklist lesen!

Tracklist:
1. Fall out/Long live the Loud - Exciter
2. Screams from the Grave – Abattoir
3. Mind over Metal – Raven
4. Heavy Chains – Loudness
5. Bombs of Death – Hirax
6. Rocking through the Night – Rosy Vista
7. I’d rather be sleeping – D.R.I.
8. Ready to rock – Wendy o’Williams
9. Motormount – Anvil
10. Better off Dead – Hellion
11. Deathrider – Omen
12. Total Desaster – Destruction
13. Cutt your Heart out – Rough Cutt
14. The War drags ever on – Tank

Line up:
President Evil – Vocals
Riff Randall – Guitars
Hama Hart – Drums

DISCOGRAPHY:

1999 - Evilution Part 1
2000 - Back for the Attack / Evilution Part 2
2001 - Bleed for the Gods / That’s Metal Lesson 1
2002 - Nemesis / Evilution Part 3
2005 - Long live the Loud / That’s Metal Lesson 2

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Powergod - Long Live The Loud / That's Metal Lesson 2 (CD-Review)

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