Squealer-Rocks.de CD-Review
Azrael’s Bane - Wings Of Innocence

Genre: Prog, Power Metal, Hard Rock
Review vom: 16.08.2005
Redakteur: Jack
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Obwohl die in Houston ansässige Band Azrael’s Bane erst seit etwas mehr als drei Jahren existiert, hat das Quintett bereits mit vielen international anerkannten Acts wie Motörhead, WASP, Danzig, HammerFall, Quiet Riot, LA Guns oder George Lynch (Dokken) die Bühne geteilt. Dies muss einen Grund haben ... ja und dieser Grund heißt WINGS OF INNOCENCE, ein vielseitiges Album, welches zur Neugründung des Labels Chavisrecords mit neuem Sound noch einmal veröffentlicht wird (VÖ: 16. August).

Die drei unterschiedlichen Genres, die ihr oben lesen könnt, beziehen sich nicht wie üblich auf einzelne Songs oder Teile des Albums, sondern auf die Songs an sich. Soll heißen: jeder der zwölf Tracks (wobei man den etwas uninteressanten Bonustrack „Saints And Sinners“ weglassen könnte) verfügt mal mehr, mal weniger über klassische Hard Rock Elemente, modernen US Power Metal oder Geproge à la Rush, Threshold, Queensryche und Konsorten.
So kann es auf WINGS OF INNOCENCE vorkommen, dass ein Iced Earth artiger Knüppelbeginn direkt in einen groovigen Siebziger/Achtziger Hard Rock Riff übergeht, um wenige Minuten später mit einem virtuosen Gitarrensolo eine komplett andere Musikrichtung einzuschlagen (so geschehen bei „Chasing A Memory“). Oder, dass wie bei „Rainbow's Edge“ harter, melodischer Metal auf Rainbow (der Titel deutet es ja schon an) Heavy Rock zu besten Riffzeiten trifft.
So gelingt der fünfköpfigen Truppe Azrael’s Bane mit WINGS OF INNOCENCE ein zeitloses Musikwerk, das gerade wegen der nicht festen Spielart und der knallenden Produktion eine gewisse Eigenständigkeit besitzt, auch wenn die Einflüsse unverkennbar sind.

Neben Sänger Trey Gadler, der in Sachen Höhen des öfteren mal über die Stränge schlägt so und leicht Geddie Lee (Rush), Zach Stevens (Savatage) oder Bruce Dickinson (Iron Maiden) ähnelt, gibt es auf der einstündigen Platte nur wenige Konstanten, die klar definierbar sind. Es gibt sie aber ... so zum Beispiel die im Hard Rock verankerten Stücke „Innocence“ (erinnert an die rockige Phase der Judas Priest Geschichte), „Foolish Pride“ (die klassische Rockballade, die im Verlauf an Härte gewinnt und einen kleinen Guns’N’Roses Touch besitzt) und „Saving Grace“, sowie die Frikel-Orgien in „Silence“ (hätte genauso gut auf Queensryches EMPIRE Album gepasst) und „Psycho Serenade“.

Fazit: Also verwundert bin ich nicht mehr darüber, dass der Fünfer für solch namhafte Künstler eröffnen durfte. Azrael’s Bane schlagen mit ihrem „sich nicht in einem Stil festlegen“ die richtige Richtung ein, mit der sie sich von der großen Masse an Hard Rock und Power Metal Bands abheben. Dies verdient gehörig Beifall und man darf gespannt sein wie die Mannen das Ganze auf einem, hoffentlich bald erscheinenden, zweiten Album verfeinern werden.


VÖ: 16. August 2005

Tracklist:
1. Shine
2. Innocence
3. Rainbow's Edge
4. Chasing A Memory
5. Foolish Pride
6. Saving Grace
7. Waiting
8. Silence
9. Mercy
10. Psycho Serenade
11. Lie To Me
12. Saints And Sinners (Bonus Track)

Anspieltipps: Shine, Chasing A Memory, Foolish Pride, Saving Grace

Band Line-Up:
Trey Gadler - Gesang
Jeff Clifton - Gitarre
Chuck McFadden - Gitarre
Brent Marches - Bass
Rick Ward - Schlagzeug

DISCOGRAPHY:

2003 – Wings Of Innocence
2005 – Wings Of Innocence (Re-Release)

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