Squealer-Rocks.de CD-Review
At Vance - Chained

Genre: Heavy, Melodic, Power Metal
Review vom: 01.01.2005
Redakteur: Jack
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Kommen wir als allererstes mal zu den personellen Veränderungen im Team von Songwriter/Gitarrist/Keyboarder Olaf Lenk und Sänger Mats Leven (auch aktiv bei Yngwie Malmsteem, Therion). Das für abwechslungsreichen Power Metal stehende Duo konnte den Ex-Helloween Schlagzeuger Mark Cross, sowie John ABC Smith (ex-Gallows Pole) an Land ziehen. Bei solch einer schlagkräftigen Truppe ist ein geniales Album doch reine Formsache, oder?

Eben, denn das, was die vier Mannen mit CHAINED abgeliefert haben, kann sich weit mehr als nur sehen lassen. Das Album besitzt zum einen leicht vertrackte Stücke (zum Beispiel: „Rise From The Fall“, „Chained“ oder „Live For The Sacred“), die einige Durchläufe benötigen, um ihre kompositorische Vielfalt voll und ganz entfalten zu können. Zum anderen gibt es auf der Platte aber auch die „Lieblingssongs“ jedes Rezensenten, die ihm bereits beim ersten mal hören klar machen, wo der Hase lang läuft (siehe „Heaven“, „Now Or Never“, „Two Hearts“ oder „Run/Leave“).
Gerade diese gelungene Mischung aus Gehörgangsfressern und Entdeckungsstücken macht CHAINED interessant für jeden Fan der klassischen Metalspielarten, die da wären: Heavy, Power und Melodic Metal.

Die Erwähnung dieser drei unterschiedlichen Metalspielarten trifft auch am besten das musikalische Gesamtbild von At Vance. Denn als typischer Power Metal gehen diese elf Songs ganz sicher nicht durch. Die Band zügelt nämlich im Vergleich zu Truppen wie HammerFall oder Iced Earth deutlich das Schlagzeug- und Gitarrentempo, lässt lockeres Keyboard- und Gitarrenspiel zu und stellt in den meisten Fällen Mats Leven’s gesangliche Stärken, im mittleren Tonbereich liegend, in den Vordergrund. Ausflüge in metallische Höchstgeschwindigkeiten wie bei „Rise From The Fall“, „Tell Me“ oder „Run For Your Life“ bleiben eine Seltenheit auf dem 45-minütigen Album.

Man könnte da ja fast schon sagen, At Vance wandern auf progressiven Pfaden, aber um die Band bei den Frikel-Königen einzuordnen, kommt das Quartett (Gott sei Dank) zu schnell zum Punkt ;-). Nur an zwei Stellen von CHAINED zeigt Songwriter Olaf Lenk, dass er musikalisch auf einer Ebene mit Dream Theater und Konsorten steht. Bei diesen beiden Stellen handelt es sich um die Instrumentals „Invention # 13“ und „Vivaldi Winter“.

Fazit: So stelle ich mir gute Metalmusik vor: sich in keinem bestimmten Genre verheddern und seine eigene Duftmarke setzen. Genau das tun At Vance, allen voran der sehr gute Gesang des Mats Leven, sowie den songwriterischen Fähigkeiten des Olaf Lenk.
Klasse Truppe, klasse Lieder!

Info: die Limited Edition von CHAINED enthält zu den elf Songs noch die beiden Bonus Tracks „Who’s Fooling Who“ und „Flight Of The Bumblebee“.


Tracklist:
1. Rise From The Fall
2. Heaven
3. Tell Me
4. Chained
5. Now Or Never
6. Two Hearts
7. Invention # 13
8. Run/Leave
9. Live For The Sacred
10. Vivaldi Winter
11. Run For Your Life

Anspieltipps: Rise From The Fall, Heaven, Chained, Live For The Sacred

Band Line-Up:
Mats Leven - Gesang
Olaf Lenk - Gitarre, Keyboards
John ABC Smith - Bass
Mark Cross - Schlagzeug

DISCOGRAPHY:

1999 - No Escape
2000 - Heart Of Steel
2001 - Dragonchaser
2002 - Only Human
2003 - The Evil In You
2005 - Chained

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At Vance - Chained (CD-Review)

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