Squealer-Rocks.de CD-Review
Onslaught - Killing Peace

Genre: Thrash Metal
Review vom: 04.03.2007
Redakteur: Colin
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Über den Sinn von Reunions kannn man vortrefflich streiten. Bis auf wenige Ausnahmen, waren die meisten Reunions in den vergangenen Jahren eher ein (musikalischer) Schuss in den Ofen. Ob das bei den wiedervereinigten Brit-Thrashern von Onslaught auch der Fall ist, werden wir im Folgenden sehen…

Mit „Power from hell“ oder „The force“ haben sich die Jungs in den 80ern ihren Platz in der Thrash Metal - History redlich verdient. Bei Songs wie „Let there be death“, „Power from hell“ oder „Metal forces“ schnalzt jeder Thrasher genüsslich mit der Zunge. Haben Onslaught aber auch im Jahr 2007 genug Durchschlagskraft um auf sich aufmerksam zu machen?

Gleich der Opener „Burn“ bejaht diese Frage sehr eindrucksvoll. Schön aggressiv knallt der Song hier aus den Boxen. Harte Gitarren, schnelle Drums und ein Sänger der ´ne Menge Frust abzubauen hat. Der groovige Mittelteil verleiht dem Song zusätzlich an Spannung. Keine Frage, Onslaught sind zurück! Fast nahtlos geht es zum Titeltrack über, der sogar noch eine Ecke schneller ist als der Vorgänger. Auch bei diesem Track gibt es weniger schnelle Momente, so dass der Hörer etwas Zeit hat um zu verschnaufen. Das ist auch nötig, bei den Riffgewittern, die einem hier um die Ohren gehauen werden. Es wirkt fast so, als ob Onslaught nie weg vom Fenster gewesen wären. Verlernt haben die Jungs jedenfalls nix, wie knallharte, aber trotzdem eingängige Thrasher der Marke „Twisted Jesus“ oder „Shock ´n´ awe“ deutlich zeigen. Hammer!

Überhaupt ist das Songwriting extrem abwechslungsreich gehalten. Langsamere Tracks wie „Destroyer of worlds“ oder das grandiose „Prayer for the dead“ stehen keineswegs im Schatten von Speedgranaten wie etwa dem Hassbatzen „Pain“. Das dürfte auch live funktionieren, da die langsameren Songs schön groovig daherkommen und daher keine Langeweile aufkommt. Auch Sänger Sy Keeler kann auf „Killing peace“ entsprechende Akzente setzen, da er seine Stimme variabel einbringt. Bei „Twisted Jesus“ tönt er streckenweise sogar wie Kreator´s Mille, was dem Song aber nicht schadet. Die Stimme besitzt natürlich genug Eigenständigkeit und braucht sich nicht hinter den Grossen der Szene zu verstecken.

Die Scheibe hat einen richtig, und zur Musik sehr gut passenden, fetten Sound bekommen. Andy Sneap, der ja schon bei Arch Enemy und Exodus hervorragende Arbeit geleistet hat, sorgte auch bei „Killing peace“ dafür, dass die Musik auf der CD im rechten Licht erscheint. Brutal und heavy, aber nicht zerstörerisch. Es bleibt genug Platz um alle Feinheiten herauszuhören, was einem Track wie „Twisted Jesus“ natürlich natürlich zu gute kommt. Onslaught können also auch hier einen Pluspunkt verbuchen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit so einer starken Comebackscheibe der Engländer nicht wirklich gerechnet habe. Onslaught haben es geschafft eine Platte ohne einen einzigen Ausfall zu komponieren, die zudem bei aller Härte auch eingängig daherkommt. Respekt! Dieses Album hat gute Chancen in den Jahrespolls ganz vorne mitzumischen. Thrasher müssen das Teil kaufen! Alle anderen sollten ebenfalls reinhören, es lohnt sich absolut. Anspieltipps gibts net, da es, wie gesagt, keinen Ausfall gibt!

Veröffentlichung: 05.03.2007


Tracklist:
1. Burn
2. Killing peace
3. Destroyer of worlds
4. Pain
5. Prayer for the dead
6. Tested to destruction
7. Twisted Jesus
8. Planting seeds of hate
9. Shock ´n´ awe

DISCOGRAPHY:

1985 - Power from hell
1986 - The force
1989 - In search of sanity
2007 - Killing peace

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Onslaught - Killing Peace (CD-Review)

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