Squealer-Rocks.de CD-Review
Alien Cowboys - Lift

Genre: Instrumental Rock
Review vom: 25.12.2004
Redakteur: Eric
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Die Alien Cowboys sind eine ganz große Überraschung für mich, denn normalerweise bedeutet die Ankündigung einer reinen Insrumental-Scheibe für mich "renn schnell, renn weit". Wenn das Ganze allerdings derart unterhaltsam rüberkommt, kann man den Fluchtinstinkt überwinden und feststellen: Es geht auch Anders!

Für den Laien ist Instrumental-Mucke in der Regel mit Urteilen wie "Griffbrettgewichse", "von Musikern für Musiker" und ähnlichem behaftet. Trifft sicher zu, wenn selbstverliebtes Gefrickel den Gesang ersetzen, aber die Kalifornier Alien Cowboys mit ihrem neuesten Werk betrifft dies nicht im geringsten. "Lift" wurde für 7 Grammys nominiert, und wenn man der Scheibe ein paar Durchläufe gönnt weiß man auch warum. Die 11 Songs der Scheibe kommen als abwechslungsreiche, kompakte Rocksongs rüber, in der Regel von einem groovenden Rhythmus getragen und geführt von wunderschönen Gitarren-Läufen. Dabei werden den Instrumenten wohl sämtliche Töne entlockt, zu denen sie fähig sind und in den Song eingebunden. Die Vielfalt der Stilrichtungen birgt darüber hinaus aufkommender Langweile vor, denn von der Neuinterpretation des James Bond-Themas "Bondage" über funkige Töne bei "Littel Wonder", stampfende Industrial-Rocker wie "Escape From ONLYON" bis zum verträumten, von akustischen Gitarren begleiteten "Milky Way" bietet jeder Song etwas besonderes. Darüber hinaus schafft lediglich ein Song eine Spielzeit von 5 Minuten, alles andere spielt sich bei 3 Minuten plus etwas ab. Wenngleich dies bei 1^1 Songs zu einer etwas kümmerlichen Spielzeit von gerade mal gut 40 Minuten führt tut es "Lift" doch gut, artet doch kein Song in Endlos-Solos zwecks Streckung der Laufzeit aus.

Wie bereits eingangs erwähnt, ist für mich persönlich "Lift" von den Alien Cowboys eine sehr positive Überraschung und eine absolute Kaufempfehlung für tolerante Fans, die hochkarätigen Rock auch mal ohne Mitsing-Refrains ertragen können und sich mal etwas außergewöhnliches ins Regal stellen wollen. Darüber hinaus pumpt und schiebt der Sound der Scheibe dermaßen, dass "Lift" so ganz nebenbei auch zum Angeben mit der neuen Anlage taugt. Für Fans von Gitarren-Helden a la Steve Vai führt an dem Silberling eh kein Weg vorbei.


Tracklist:
01. Escape From ONLYON
02. Bondage
03. Flight
04. Hey, Bulldog
05. You Want It You Got It
06. Battle Of The Planets
07. Milky Way
08. Spanish Castle Magic
09. Telstar
10. Lift

Anspieltipps: Escape From ONLYON, Bondage, Milky Way

Line-Up:
Bruce Stevenson - Gitarre
Ian Thomson - Schlagzeug
Greg Jones - Bass
Ralph Perucci - Gitarre

DISCOGRAPHY:

1999 - Alien Cowboys
2000 - Analog Therapy
2002 - 2002: Other Space
2003 - LIFT
2005 - Zero Gravity

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