Squealer-Rocks.de CD-Review
Crashdiet - The Savage Playground

Genre: Sleaze Rock
Review vom: 11.03.2013
Redakteur: maddin
Veröffentlichung: Bereits veröffentlicht
Label: Frontiers Records



Yesssss! All das, was Crashdiet auf dem Vorgänger verkehrt gemacht haben, machen die Dänen nun richtig. Man klingt zwar nicht mehr ganz so locker – flockig wie im Lenz 2010, dafür aber eigenständiger und auch professioneller.
Attestierte ich den Posern seinerzeit noch, dass es nicht für die Champions League mit Hardcore Superstar reicht, muss ich anno 2013 im reinsten Fussballer - Jargon sagen: Quali geschafft!
Sie sind erwachsen geworden, könnte man auch sagen. Dezente Stilbrüche inclusive.

Wobei: Ist es für eine Glam / Sleaze Band ein Stilbruch, wenn sie statt platter Mitsing – Cabrio Hymnen, die zum Teil auch noch geklaut waren, nun auch mal fast epische und wunderschöne Midtempo Tracks von über 5 Minuten zum Besten geben?
Ich glaube nicht. Zudem man einen Klopper wie „Garden of Babylon“ diesen vermeintlich oberflächlichen Fönfrisuren im Leben nicht zugetraut hätte.
Ich muss gestehen, dass mich dieser Song immer wieder umhaut. So etwas kennt man sonst nur von PC 69 oder Axel Rudi Pell zu ihren Glanzzeiten. Bravo!!!

Auch Tracks wie „Excited“ oder „Snakes in Paradise“ passen in die gleiche Schublade, erinnern an qualitativ hochwertiges Futter der Marke Steelhouse Lane, Europe oder Slamer und hieven diese Truppe in völlig neue Sphären.
Ja, sie sind echt erwachsen geworden.

Natürlich können sie immer noch genügend Party machen, damit Sänger Simon Cruz auch weiterhin mit seiner Unfrisur über die Bühne toben kann.
So sei nur das - nicht nur des Titels wegen – stark an Nightranger erinnende „California“ erwähnt.
Oder das fetzige „Anarchy“, das den besten Party Sleaze seit Skid Rows Debut abliefert.

Man muss den Dänen aktuell bescheinigen, dass sie sich enorm gesteigert haben, auch wenn dies ein bisschen auf Kosten der Eingängigkeit geschehen ist.
Dafür werden die Songs nicht beim dritten Durchgang langweilig, denn mit den intelligenteren Kompositionen wurden auch die Soli und die Instrumentierung insgesamt besser.

Bisher waren Crashdiet nett und gut zu hören.
Jetzt SIND sie richtig gut und sie zu hören ist faszinierend.
Hätte ich der Truppe nicht zugetraut.
MUSS man haben!

Trackliste:
01. Change The World
02. Cocaine Cowboys
03. Anarchy
04. California
05. Lickin' Dog
06. Circus
07. Sin City
08. Got A Reason
09. Drinkin' Without You
10. Snakes In Paradise
11. Damaged Kid
12. Excited
13. Garden Of Babylon


Line-Up:
Simon Cruz - Vocals
Martin Sweet - Guitar
Peter London - Bass
Eric Young - Drums

DISCOGRAPHY:

2005 - Rest in Sleaze
2007 - The Unattractive Revolution
2010 - Generation Wild
2013 - The Savage Playground

SQUEALER-ROCKS Links:

Crashdiet - Generation Wild (CD-Review)
Crashdiet - The Savage Playground (CD-Review)

SONSTIGES:

BANDHOMEPAGE
Diesen Beitrag im Forum diskutieren