Squealer-Rocks.de CD-Review
Cosmic Despair - Celebration Of The Wake

Genre: (Romantic) Funeral Doom Metal
Review vom: 22.11.2012
Redakteur: Metalhead
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label: Marche Funebre Productions



Romantic Funeral Doom Metal ist auch eine nette Kategorisierung. Auf den ersten Blick beißt sich das. Diese Friedhofmentalität des Funeral Doom hat so gar nichts Romantisches. Doch man kann dies tatsächlich ganz gut miteinander verknüpfen, wie COSMIC DESPAIR auf ihrem Album "Celebration Of The Wake" beweisen.

Die zähen Riffs, die in ultralangsamen Tempo hier zelebriert werden, reichern die drei Musiker aus Polen und Norwegen mit klassischen und symphonischen Keyboard-Elementen an, die dem ganzen eine Art romantischen Anstrich verpassen. Dieser Kontrast zwischen der Untergangsstimmung und der bezaubernden Melodik hat durchaus seinen Reiz. Von keiner Seite wird der Sound zu sehr überfrachtet, und im Endeffekt ergänzt sich beides überraschend gut.

Wer keinen Doom mag, wird wahrscheinlich dennoch nichts mit "Celebration Of The Wake" anfangen können. Aber wie so oft, entdeckt man hier, dass zwei völlig konträr laufende musikalische Bereiche in der Zusammenarbeit einen neuen, frischen, ja sogar fast innovativen Ausdruck erhalten können. Manchmal bekommt der ganze Auftritt von COSMIC DESPAIR durch die Vermischung dieser Elemente auch einen okkulten oder psychedelischen Touch, aber diese vielfältigen Eindrücke sorgen auf dem Album wiederum auch für genügend Abwechslung.

Von bestimmten Anspieltipps kann und möchte ich gar nicht reden. Denn das ist keine Musik, aus der einzelne Stücke hervorragen. Viel mehr wird durch die Kombination der Tracks eine Atmosphäre erzeugt, die berührt. Die Düsternis, die Tragik und die Melancholie erhalten durch die Anreicherung mit den romantischen Melodien eine sehr interessante Sinnlichkeit und wirken nicht ganz so endgültig.

Die Musik von COSMIC DESPAIR könnte auch für Neulinge ein guter Einstieg in den Bereich des Funeral Doom Metal sein, da die Untergangsstimmung durch die romantische Ader nicht gleich so überwältigend beim Hörer ankommt. Auf jeden Fall machen die drei Künstler auf ihrem ersten Longplayer sowohl handwerklich wie kompositorisch einen prima Job und stoßen mit ihrer Mischung aus Schwermütigkeit und Romantik zu neuen Ufern vor.


Tracklist:
1. Nox Initium
2. Chains of Frost
3. Infinite Halls
4. Angel of Desolation
5. Leviathan
6. Poseidon
7. Celebration of the Wake
8. Sunrise
9. The Unknown Kadath in the Cold Waste (Thergothon cover)

Lineup:
Sam - Keyboards
Azathoth - Guitars, Drums
Stormalv - Vocals, Bass

DISCOGRAPHY:

2012 - Celebration Of The Wake

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