Squealer-Rocks.de CD-Review
Crystal Breed - The Place Unkown

Genre: Progressive/Art Rock
Review vom: 08.06.2012
Redakteur: Reaper
Veröffentlichung: 01.06.2012
Label: SAOL Music



Crystal Breed stammen aus Hannover und treiben bereits seit 2008 ihr Unwesen als Vorband so berühmter Musiker wie Uli Jon Roth (ehemals Scorpions), Gamma Ray, Fair Warning oder Jane. Verschreiben hat sich das Quartett dabei dem klassischen Progressive Rock.

Eigentlich dürfte man diese Stilrichtung nicht länger als progressive bezeichnen, denn bereits seit mehr als vier Dekaden bereichern Musiker dieser genannten Stilrichtung unsere (hard-) rockende Musiklandschaft. Crystal Breed spielen also tatsächlich nichts, was den Begriff des Progressiven verdiente, ginge man einzig nach dessen grundlegender Bedeutung. Doch hat sich eben jener Begriff seit längerem für jene Spielarten eingebürgert, die sich von der breiten Masse der Bands durch ihre kompositorischen Raffinessen auszeichnen. Und mit diesen verstehen die Hannoveraner vorzüglich umzugehen. Leichtfüßig, im Stile der großen Meister des Art Rocks vergangener Dekaden, wie The Who, Saga und wie sie noch alle heißen mögen, bewegen sie sich zielsicher durch die Gehörgänge und geradewegs in die Herzen derer, die ihrer Musik lauschen.

Es ist nicht ganz einfach herauszustellen, was den besonderen Reiz von „The Place Unknown“ ausmacht. Vielleicht ist es die einfache Tatsache, dass es einem unmöglich erscheint das beste Lied - nein gar eine vollständige Liste der Anspieltipps aufzustellen, ohne sich dabei zu ertappen, sie nach jedem Lied zu aktualisieren. Die Qualität, mit der die Mannen von Crystal Breed auf ihrem Debütalbum hausieren gehen, ist wahrlich beeindruckend. Alleine die vier ersten Nummern lassen einen mit offenem Mund verharren und der alten Meister ehrfürchtig gedenken.

Nun, was ist es also, das das Album „The Place Unknown“ so besonders erscheinen lässt? Zum einen mag dies wohl daran liegen, dass der begeisterte Schreiber dieser Zeilen längere Zeit auf den finsteren Pfaden des geschwärzten, skandinavischen Stahls wanderte und lange keinen klassischen Art Rock gehört hat, zum anderen überzeugen Crystal Breed durch die Eingängigkeit der Melodien, die die musikalische Vielschichtigkeit umspielen, wie ein leichtes Sommerkleid die Beine einer Dame umschmeichelt – egal ob es nun rockende oder rollende Nummern, wie das an Footloose erinnernde „Back T’your Mum“, epische Stücke wie „Worshipper“ oder mannigfaltige balladeske Hymnen sind.

Fazit: Freunde klassischen Art Rocks im Stile von The Who, Saga oder Yes kommen nicht umhin das Debütalbum der Hannoveraner Crystal Breed einmal an zu checken, denn gelingt es diesen in herausragender Weise Eingängigkeit mit dichter, künstlerischer Atmosphäre zu verweben.


Tracklist:
1. Lies
2. Floating On Waves
3. The Place Unknown
4. Move
5. Rockstar Wannabe
6. No Turning Back
7. Back T'your Mum
8. Worshiper
9. Words Of Silence

Anspieltipps: Lies, Floating On Waves, The Place Unknown, Move

Line-Up:
Niklas Turmann – Gesang, Gitarre
Corvin Bahn – Gesang, Keyboard
Michael Schugardt – Bass
Thorsten Harnitz – Schlagzeug

DISCOGRAPHY:

2012 - The Place Unknown

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Crystal Breed - The Place Unkown (CD-Review)

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