Squealer-Rocks.de CD-Review
Novak - Forever Endeavour

Genre: Pop/Rock
Review vom: 01.03.2005
Redakteur: Jack
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Der Schwede Andreas Novak ist ein richtiger Vollblutmusiker. Im Alter von zehn Jahren griff er zur Gitarre um seinen Idolen der frühen Achtziger nachzueifern. Nach mehreren Auftritten bei den unterschiedlichsten Bands und der Erkenntnis, dass er auch ein Talent zum Singen besitzt, begann Novak 1998 in Stockholm Musik zu studieren. Dabei lernte er Daniel Flores kennen, der auf dem nun vorliegenden Debütalbum, FOREVER ENDEAVOUR, eine wichtige Rolle spielt.

Daniel Flores und Andreas Novak schrieben im Sommer 2004 das Album, wobei erstgennanter als Produzent, Schlagzeuger und Keyboarder dem Sänger/Gitarristen aushalf. Mit Dutzend Gastmusikern, darunter Johan und Kristian Niemann von Therion, spielte man eine zwölf Song starke Scheibe ein, die sich zu keiner Zeit auf Rock oder Pop festlegt. Im Falle von FOREVER ENDEAVOUR bedeuten dies leicht verdauliche Melodien mit schönen, ausdrucksstarken Gesangslinien und einer glatten Produktion, die fast gänzlich ohne Ecken und Kanten auskommt. Genau diese Ecken und Kanten fehlen jedoch, um das Album etwas attraktiver zu gestalten, so dass die zwölf Songs - stark verallgemeinert - in die Richtung von Künstlern wie Pur oder neuerem Bryan Adams tendieren.

Dass die eben genannten Interpreten sicherlich nicht zu den Einflüssen des Andreas Novak’s zählen, dürfte aus der Einleitung klar geworden sein, denn der Gute beruft sich in seinem musikalischen Dasein voll und ganz auf das, was in der ersten halben Dekade der Achtziger geschah. So lassen sich, wenn man jedes Lied einzeln betrachtet, kleine Querverweise zu Gruppen wie Genesis („Nowhere To Run“), Journey („Another Woman“), Van Halen („Forever Endeavour“), Queen („Extreme Fakeover“) und Rainbow („Save Me“) ziehen.

Weiter oben im Text schrieb ich, dass das Album fast ohne Ecken und Kanten auskommt. Dieses „fast“ spiegelt sich einzig und allein im elften Track „Back To The Free World“ wieder, welcher mit einem interessanten musik-biografischen Text ausgestattet ist. Hier rockt es zum ersten und gleichzeitig letzten mal richtig aus den Boxen meines CD-Players. Der ein wenig an die Soloscheiben von Ex-White Lion Sänger Mike Tramp erinnernde Song besitzt einen geilen, groovenden Riff, der sich durch das Stück zieht.

Fazit: Nach vielen Durchläufen des Albums bin ich zwar von den Fähigkeiten des Andreas Novak’s überzeugt, aber trotzdem fehlen den zwölf Tracks das gewisse etwas; alles wirkt noch etwas zu brav. So lässt sich zusammenfassend sagen: nicht wirklich ein Album für den harten Rocker, aber wenn ihr das Herz euerer Angebeteten für euch gewinnen wollt, dann könnte FOREVER ENDEAVOUR womöglich das passende Album sein. Ich wird’s bei Gelegenheit mal versuchen.


Tracklist:
1. Nowhere To Run
2. How Does It Feel
3. Save Me
4. Forever Endeavour
5. Another Woman
6. By Your Side
7. Extreme Fakeover
8. Follow Your Heart
9. Carry On
10. Don't You Remind Me
11. Back To The Free World
12. Gates Of Defeat

Anspieltipps: Nowhere To Run, Save Me, Forever Endeavour, Back To The Free World

Band Line-Up:
Andreas Novak – Gesang, Gitarre
Daniel Flores – Schlagzeug, Keyboards, Gesang
+ diverse Gastmusiker

DISCOGRAPHY:

2005 – Forever Endeavour

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