Squealer-Rocks.de CD-Review
To Kill - Antarctica

Genre: Hardcore/Metal
Review vom: 24.09.2010
Redakteur: Reaper
Veröffentlichung: 26.09.2010
Label: Let It Burn Records



Als im ausklingenden Hochsommer dieses Jahres eine Promo-CD mit dem Titel „Antarctica“, vom werten Kollegen und selbsterklärtem Eckel, Maddin alias Maddin, abgesandt, ins Haus schneite, da konnte ich mir ein belustigtes Grinsen kaum verkneifen, dachte man doch nicht ernsthaft bei dieser tropischen Hitze an den sechsten Kontinent, in Eis und Schnee gefangen.
Es lag aber nicht an der Hitze und dem darauffolgenden Regen, dass ich mich nun erst den fünf Italienern widme.

To Kill sind wohl in der Hardcoreszene durchaus eine feste Größe und ständig auf Achse, daher möchte ich offen zugeben, dass meine Vorlieben nicht gerade in dieser Ecke des Metalkosmos liegen. Man möge mir meine Blauäugigkeit nachsehen, wenn ich „Antarctica“ nicht ausreichend zu würdigen weiß. (MäO spar dir deinen Kommentar.)

Das Quintett beginnt ganz im Sinne des Freundes des stimmungsvollen extrem Metals mit ambientischen Klängen, die uns in „II“ und „III“ noch einmal begegnen sollen, dann jedoch springt man schier übergangslos mit „The Flight Of The Locust“ auf eine thrashige Schiene auf, die aber als dann ihr Hardcore-Erbe offenbart. Man kommt nicht umhin festzustellen, dass hier die Urform des Metalcores, die Verbindung aus Hardcore und Metal, zelebriert wird, und das in einer Weise, dass man nur noch sagen will: „Auf ins Pit!“
Was To Kill in den gut dreißig Minuten abfeuern ist wirklich astrein und haut voll auf die Zwölf, denn Zeit zum Luftholen bleibt einem hier nicht. Aggressives Shouting, manches Mal auch im Chor, galoppierende Drums (na ja eigentlich sind hier die Rhythmen gemeint), äußerst ansprechende Gitarrenmelodien und nicht zuletzt die Temporeduktionen und -verschärfungen sorgen dafür, dass den Pogern und Moshern unter euch nicht so schnell langweilig werden wird.

Fazit: Ich sehe sie bereits wieder vor mir, die wild wirbelnde und fliegende Körperteile, die Circlepits, die Polonaisepits und Mauern des Todes, denn für nichts anderes ist diese Musik gemacht. Ob To kill mich nun Bekehren konnten? Nicht ganz, aber ein mächtiges Brett haben sie mit „Antarctica“ schon losgetreten.


Tracklist:
1.I
2.The Flight Of The Locust
3.Clouds
4.Paralysis
5.Legacy
6.Witness
7.Timeless
8.II
9.Antarctica
10.Sundown
11.Sparks
12.Heretic
13.III

Line-Up:
XjoshX – Gesang
Camilla – Gitarre
U-Go! – Gitarre
Fausto – Bass
Jai – Schlagzeug

DISCOGRAPHY:

2006 - Vultures
2008 - When Blood Turns Into Stone
2010 - Antarctica


SQUEALER-ROCKS Links:

To Kill - Antarctica (CD-Review)

SONSTIGES:

BANDHOMEPAGE
Diesen Beitrag im Forum diskutieren