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Kiske / Somerville - Kiske / Somerville

Genre: Melodic Rock / Metal
Review vom: 20.09.2010
Redakteur: maddin
Veröffentlichung: 24.09.2010
Label: Frontiers Records



Zum männlichen Teil dieses Duos braucht man wohl kaum Worte zu verlieren. Der Kiske Michi hat sich durch seine grandiose Gesangsleistung auf den beiden „Keeper...“ Scheiben von Helloween unsterblich gemacht.
Seine Partnerin, die gebürtige U.S. Amerikanerin Amanda Somerville, ihres Zeichens Gesangscoach und Songwriterin, dürfte vor allem durch ihre Gastauftritte bei Avantasia oder Kamelot dem einen oder anderen Rockfan ein Begriff sein.
Die beiden kreativen Köpfe hinter diesem illustren Doppel sind die Primal Fear Kollegen Mat Sinner und Magnus Karlsson, wobei letzterer bereits für die Allen / Lande Scheiben verantwortlich zeichnete.
Das verspricht Qualität, und die wird auch geboten.

Die Einordnung der geboteten Mucke fällt dagegen ein wenig schwer. Für Melodic Rock ist die Kiste zu hart und für Melodic Metal zu soft. Aber: Eigentlich auch egal, oder?
Viel wichtiger ist, dass es alle 12 Tracks schaffen auf einer Linie zu bleiben, die sich weit oberhalb des Durchschnitts befindet.
Wobei der schweinegeile Opener „Nothing Left to Say“, der TATSÄCHLICH ein bisschen an Helloween erinnert, von Herrn Kiske im Alleingang intoniert wird. Da dürfte so mancher Altfan vor Freude seufzen....
Ms. Somerville hat ihren Solo Auftritt beim düsteren „Set a Fire“, das sie mit gekonnten Kate Bush Verweisen meistert.

Die restlichen 10 Nummern werden als Duett präsentiert. Mal als extrem eingängige Hymne („If I Had a Wish“) im Fahrwasser von Masterplan, Stratovarius oder … ihr wisst schon.
Mal als bombastisches und etwas zu überzogen pathetisches Mini - Epos („ A Thousand Suns“), dann wieder als fast schon poppiger Rockdisco - Dauerbrenner mit unwiderstehlichem Ohrwurm – Charakter („Rain“; „Devil in her Heart“; „Don't Walk Away“) oder als Soundtrack für eine nette Schmuserei („Second Chance“; „One Night Burning“).

Das alles klingt höchst professionell, ist super produziert, eingespielt und komponiert, nur der Kick für den Hörer, der bleibt leider aus. Der Grund dafür ist schnell ausgemacht:
Im Gegensatz zu den Allen / Lande Sachen ist hier kein Gleichgewicht auszumachen.
Kiske überstrahlt seine Partnerin, er ist ihr um Längen überlegen.
Das passt einfach nicht so recht zusammen.
So manche Nummer startet gottgleich mit Kiskes Part, doch so bald die Dame die Szenerie betritt, verliert der Song an Power. In den Refrains hat man sogar das Gefühl, Michael wurde in den Hintergrund gemischt, damit man Amanda überhaupt wahrnimmt.

Hätte Michael Kiske das Album alleine eingesungen oder eine markantere Partnerin gehabt, gäbe es hier einen Volltreffer zu vermelden.
So bleibt leider „nur“, trotz der exzellenten Songs, ein nettes Machwerk übrig.

Tracklist:
1.Nothing Left To Say
02. Silence
03. If I Had A Wish
04. Arise
05. End Of The Road
06. Don't Walk Away
07. A Thousand Suns
08. Rain
09. One Night Burning
10. Devil In Her Heart
11. Second Chance
12. Set A Fire (Bonus-Track)

DISCOGRAPHY:

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