Squealer-Rocks.de CD-Review
Aosoth - Ashes of Angels

Genre: Black Metal
Review vom: 10.02.2010
Redakteur: Edewolf
Veröffentlichung: bereits erschienen
Label: Agonia Records



Aosoth sind mal wieder so eine Band, welche der europäischen Black-Metal-Gemeinde erneut vor Augen führt: Norwegen war gestern! Man hört ja, bis auf die bekannten Größen, kaum etwas Neues aus dem Mutterland des zeitgenössischen Black-Metal. Wenn dann mal was kommt, sind es meist Bands, die sich eh aus Mitgliedern oder Ex-Mitgliedern bekannter Bands rekrutieren. Wenn man es genau betrachtet, ist dies bei der französischen Formation Aosoth nicht viel anders, denn Sänger und Texter MkM ist zusätzlich bei Antaeus aktiv, während sein Partner Bestial Satanic T., der hier die gesamten Instrumente beigesteuert hat, u.a. bei Aborted auf der Gehaltsliste steht. Aber da das Böse bekanntlich keine Grenzen kennt, hat sich in den letzten Jahren auch in Frankreich eine sehr aktive und illustre Black-Metal-Underground-Szene entwickelt, die immer wieder hörenswerte Scheiben hervorbringt.

Genau um so ein hörenswertes Exemplar handelt es sich nämlich bei „Ashes to Angels“, welches bereits das zweite Album von Aosoth seit 2002 ist. Dass es sich hier um zwei erfahrene Musiker handelt, welche eben gerne in den tiefsten Abgründen der menschlichen Seele fischen, hört man schon im ersten Song. Aber keine Angst, niemand wird hier mit allzu anspruchsvoller Komplexität gequält. Aosoth frönen hemmungslos der harten Gangart und wissen den geneigten Hörer mit einer gnadenlosen Interpretation des typischen „Vollgas in die Fresse – Black-Metal“ zu begeistern. Zeit zum Luftholen gibt es eigentlich kaum, denn die Songs werden hauptsächlich von Blast-Angriffen und der Double-Base-Dampfwalze dominiert, welche perfekt zu den kreischend schrägen Riffs passen und durch den aggressiv kreischenden, eben typischen Black-Metal-Gesang, abgerundet werden. Insgesamt wirkt das Songwriting sehr stimmig und ausgereift, was wohl auch daran liegen mag, dass alle Songs und alle Arrangements aus einer Feder stimmen. Wenn man genau hinhört, erkennt man sogar ein paar wenige Anleihen aus dem Grind-Core-Bereich, welche sich aber so gut in das Gesamtgeflecht einfügen, dass es eigentlich fast gar nicht auffällt und es sich hier auch nur um die Spielweise einzelner Rhythmen zu bestimmten Riffs handelt. (Hört mal im ersten Song genau hin!) Dies mag wohl auch auf den musikalischen Background von Herrn Bestial Satanic T. zurück zu führen sein.

Lange Rede kurzer Sinn! Ein starkes Album, welches ich jedem Black-Metal Jünger ans schwarze Herz legen kann.

Tracklist:
1. Songs Without Lungs
2. Ashes of Angels
3. Path of Twisted Light
4. Embrace and Enlightment
5. Teaching/Erasing
6. Summon the dead
7. Cries Out the Heaven
8. Communion Through Pain
9. Banished
10. Inner War(Antaeus Cover)

Line-Up:
MkM - Vocals
Bestial Satanic T - Guitars, Bass, Drume

DISCOGRAPHY:

2002 - Aosoth/Antaeus(Split)
2007 - Temple of Baal/Aosoth(Split)
2008 - Aosoth
2009 - Ashes of Angels


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Aosoth - Ashes of Angels (CD-Review)

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