Squealer-Rocks.de CD-Review
Lividity - To Desecrate and Defile

Genre: Death Metal / Grind Core
Review vom: 17.12.2009
Redakteur: Edewolf
Veröffentlichung: bereits erschienen
Label: War Anthem Records



Knapp 17 Jahre ist es nun her, dass Lividity in Form von Sänger und Gitarrist Dave Kibler, einem Drum-Computer und einem Aufnahmegerät das Licht der Welt erblickte. Zwei Jahre später stand das erste richtige Line-Up, welches sich im Laufe der Bandgeschichte ständig veränderte. Von 1995 bis heute entstanden dann auch stolze 10 Veröffentlichungen. Wahlweise als EP, Live-Mitschnitt, Split-LP oder eben vollwertigem Longplayer. Vorzugsweise gab es diese dann wahlweise beim Internethändler des Vertrauens oder auf Konzerten und Festivals zu kaufen. Der Sprung in die CD-Abteilungen großer Elektrohändler blieb der Band bisher weitestgehend verwehrt. Mit „To Desecrate and Defile“ kann die Band vielleicht endlich ihrem „Geheimtipp“-Status hinter sich lassen, obwohl Lividity bei Freunden des amerikanischen Brutal-Death-Metal längst eine feste Größe sind.

Ich denke mal, dass ich den Leuten, die sich für dieses Review interessieren, nicht wirklich lange beschreiben muss um welche musikalische Gangart es bei Brutal-Death-Metal bzw. Porn-Grind geht. Lividity bleiben ihrer harten Schiene durchaus treu und sowohl Albumtitel wie Cover-Artwork lassen daran keinen Zweifel. Blut, Porno, Sex, Gewalt und gute Laune waren schon immer Markenzeichen von Lividity und die Aussage „It’s not about Satan, it’s about Pussy“ behält hier weiterhin Gültigkeit. Songtitel wie „Gut the Slut Before I Fuck“ oder „Orgasmic Flesh Feed“ lassen keine Wünsche offen. Ach ja, Musik gibt’s ja auch noch. Im Gegensatz zu „Slam-Grind“ der frühen Tage und dem hauptsächlich geschwindigkeitsorientieren Vorgängeralbum, klingen Lividity etwas gereift und differenzierter. Lividity bewegen sich auf „To Desecrate and Defile“ deutlich stärker in Richtung Death-Metal und vermischen diese Einflüsse gekonnt mit den altbekannten Grind-Elementen. Die Songs sind deutlich abwechslungsreicher und für einige Leute wohl deutlich „hörbarer“ geworden. Dies mag Fans der ersten Stunde vermutlich etwas abschrecken. Leider haben die Songs durch den zweifelsohne gehobeneren Anspruch auch ein wenig ihrer Eigenständigkeit und unbeirrten Kompromisslosigkeit eingebüßt. Der bisherige Underground-Charakter ist weitgehend hin.
Abschließend ist jedoch zu sagen, dass immer noch Lividity drin ist, wo Lividity drauf steht und man sollte diesem, aus meiner Sicht trotz allen sehr gelungenen Album, durchaus eine Chance geben. Manchmal ist die Entwicklung einer Band eben nicht auszuhalten.

Tracklist:
01 Sword Of Sodomy
02 Adapting The Flesh
03 Surround By Disgust
04 Dismantle The Carcass
05 Cadaver Dogs
06 Mass Genocide
07 Gut The Slut Before I Fuck
08 Funerary Chambers
09 Engorged With Blood(To Fill You With My Semen)
10 Orgasmic Flesh Feed
11 Wie Krieger Sterben(Blood Cover-Version)
12 Roman Whores(Blood Cover-Version)
13 Inner Fetal Dismemberment

Line-Up:
Dave Kibler – Vocals, Guitars
Von Young – Guitars
Jake Lahniers – Bass
Garrett Scanlan - Drums

DISCOGRAPHY:

1995 - Ritual of Mortal Impalement(Demo)
1995 - Lividity / Morgue Fetus(Split)
1996 - Rejoice in Morbidity EP
1997 - Fetish for the Sick EP
1999 - The Urge to Splurge / Drowned In Dusk(Split)
1999 - Live Anal Action(Live)
1999 - Show Us Your Tits(Live)
2000 - The Age of Clitoral Decay
2001 - Lividity :Lets One Live in Weft(Best of)
2002 - 'Til Only the Sick Remain
2006 - Eat Shit & Die !!!/Feasting On Flesh(Split)
2006 - Used, Abused, And Left for Dead
2006 - Live in Germany(Split DVD)
2008 - Live Fornication(Live)
2009 - Alive & Split Open(Split)
2009 - To Desecrate and Defile

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