Squealer-Rocks.de CD-Review
101 South - No U - Turn

Genre: AOR
Review vom: 20.11.2009
Redakteur: maddin
Veröffentlichung: 20.11.2009
Label: AOR Heaven



Der U.S. Highway 101 ist genau 2478 Kilometer lang, führt von von der kanadischen Grenze bis nach Los Angeles die komplette Westküste entlang und gilt als einer der schönsten Panorama - Straßen der Welt. Gut, das alleine ist eigentlich noch lange kein Grund für eine Band, sich nach etlichen Meilen Asphalt zu benennen. Doch bereits wenige Minuten nach Einlegen der Disc wird klar, dass der Bandname absolut treffend ist. Die seit 10 Jahren aktive Truppe um den Harlan Cage Keyboarder Roger Scott Craig macht die perfekte Musik für das Gleiten durch fantastische Landschaften über riesig breite Highways. Der Zusatz „South“ und der Albumtitel „No U – Turn“ beinhalten zudem die Empfehlung, diese Unternehmung im Cabrio, sprich im sonnigen Kalifornien zu tun.

Genau genommen bestehen 101 South lediglich aus dem schon erwähnten Craig, sowie dem Sänger Gregory Lynn Hall. Der Rest setzt sich aus hochkarätigen Gastmusikern wie beispielsweise Bill Liesegang (u.a. Nina Hagen, Liesegang & White) oder Chris Thompson (u.a. Manfred Manns Earth Band) zusammen.
Gregory Lynn Hall besitzt eine etwas rauhe, sehr kraftvolle Stimme mit viel Ausstrahlung, die wunderbar zu der entspannten Atmosphäre der Musik passt.

Entspannt bedeutet in diesem Fall, dass man zu jeder Sekunde hört, welche gestandenen Musiker hier bei der Arbeit sind. Die brauchen sich und anderen nichts mehr zu beweisen, die spielen genau das, was ihnen Spaß macht. Lediglich das arg zuckersüße, von Chris Thompson gesungene „Blue Skies“, mit ordentlich Journey Touch, schielt etwas zu offensichtlich nach Airplay im U.S. Radio.
Andererseits gehört so ein Song bei einer Truppe aus L.A. wohl einfach dazu.

Ansonsten gibt es, abgesehen von der völlig kitschfreien Lagerfeuer – Nummer „Take Me home“, astreines Midtempo – Futter im Stil von Foreigner und Konsorten.
Das uns nicht jeder Song so vom Autositz reißt wie die Highlights „Don't Tell me it's Over“ (Wahnsinns – Chorus !) oder das nicht minder geniale „What Are You Gonna Do Anyway“, ist kein Beinbruch.
Denn ein gewisses Qualitätslevel wird niemals unterschritten, Ausfälle sucht man vergebens.
Genre – Fans erwartet also ein reifes, sehr gut produziertes Album, das sich auch auf unserer heimischen A 40 wunderbar hören und den Stau vergessen lässt.

Tracklist:
1. When You're In Love
2. All In The Game
3. Lonely Heart
4. What Are You Gonna Do Anyway
5. End Of The Game
6. From What You Know Now
7. Yersterday Is Gone
8. Take Me Home
9. Don't Tell Me It's Over
10. Blue Skies

Line Up:
Gregory Lynn Hall (vocals)
Robert Scott Craig (vocals, keyboards)

Guests:
Mike Turner (guitar)
Jimmy Turner (bass)
Alan Kroll (saxophone)
Robert Scott Craig (vocals, keyboards)
Hans Geiger (drums)
Billy Liesegang (guitar)
Ian Bairnson (guitar)
David Pasillas (guitar)
Chris Thompson (vocals on "Blue Skies")
Scott Cupp (backing vocals)

DISCOGRAPHY:

2000 - 101 South
2002 - Roll of the Dice
2009 - No U - Turn

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101 South - No U - Turn (CD-Review)

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