Squealer-Rocks.de CD-Review
Saxorior - Völkerschlacht

Genre: Extreme Heavy Metal
Review vom: 05.03.2009
Redakteur: Reaper
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label: Battlegod Productions



Entweder haben unsere Promotion Freunde von SureShotWorx ihren Laden nach Neujahr ausgemistet und dabei einige noch nicht versandte Alben des letzten Jahres gefunden, von denen ein paar auch an Squealer-Rocks gingen, oder aber das Label Battlegod Productions ist mit seinen Promotion Bemühungen dermaßen spät dran, dass das Album bereits mehrere Monate veröffentlicht ist – sei’s drum – aber man braucht ja immer einen Aufhänger für ein Review... eigentlich liefern die Sachsen Saxorior diesen mit ihrem neuen Album VÖLKERSCHLACHT ohnehin… ich wollt nur ausnahmsweise nicht dem vorgreifen.

Legt man nun also VÖLKERSCHLACHT ein schlägt einem als Einleitung zunächst einmal Schlachtenlärm entgegen. Man will den Hörer doch gedanklich sogleich auf die Schlachtfelder der Napoleonischen Kriege katapultieren. Und da sind wir auch schon. Wie der geschichtlich gebildete Metaller vielleicht im Hinterkopf haben dürfte, bezeichnet man als Völkerschlacht jene Schlacht, in der die russischen, preußischen, schwedischen etc. Heere sich gegen Napoleons stellten und ihn bei Waterloo besiegten. Auf dem Konzeptalbum VÖLKERSCHLACHT beschäftigen sich die sächsischen Mannen von Saxorior nun also mal mehr, mal minder intensive nicht mit den ansonsten beliebten Schlachten der Weltkriege, sondern gehen einen Schritt, oder sagen wir es einmal so, ein Jahrhundert weiter im Buch der Geschichte zurück.

Auch was die musikalische Ausrichtung des Trios angeht, kann man festhalten, dass die Band sich einerseits an Größen der Vergangenheit anlehnt, andererseits aber eine moderne druckvolle Produktion auffährt. Und so trifft Oldschool Black Metal à la Venom auf unleugbar hymnische Heavy Metal Einflüsse, die ab und an in ihrer Mischung wie in „2“ an Black Messiah erinnern. Was wohl auch zur irrtümlichen Bezeichnung Pagan Metal auf dem Beipackzettel führte, denn „Pagan“ ist das Ganze bei Leibe nicht, klingen doch durchaus Bands wie Kreator oder die Göteborg Deather von Unleashed („9“) aus den abwechslungsreichen Kompositionen heraus.

Eben jener Titeltrack zählt wohl zu den herausragenden Liedern dieses Albums, mit zumeist deutschem Text und hymnischer Härte gehen die Mannen hier oldschoolig keifend zu Werke und erinnern gerade dadurch ein wenig an Black Messiah. Vielleicht sind es gerade die deutschen Lyrics die dieses Lied wie auch später „8“ aus der stählernen Masse herausheben.
Die Rübe wackelt anerkennend ob der straighten und doch abwechslungsreichen Stücke und man kann festhalten – hier wird der Wald kräftig abgeholzt.
Irgendwie ist dann nach zehn Nummern auch schon Zapfenstreich und man wird mit einer hymnischen Nummer verabschiedet, bei der man irgendwie ständig auf Bathory’s Thomas „Quorthon“ Forsberg wartet.

Fazit: Für Fans hymnisch harten Metals mit stilistischer Verwurzelung in den späten 80ern und 90ern, die auch gerne eine kleine Geschichtsstunde beim Alben hören einlegen, ist VÖLKERSCHLACHT von Saxorior nur wärmstens zu empfehlen – alle, die einfach mal wieder die Rübe schütteln und die Faust ballen wollen, können auch reinhören.


Tracklist:
1. 1813
2. Völkerschlacht
3. Executioner
4. Johann Siegmund Of Liebenau
5. Brave Helpers In Need
6. A Special Event On The Market Place
7. Sentenced To Death
8. The Saviour
9. The Swedish Army
10. The Last Battle Of A Great Warrior

Anspieltipps: Völkerschlacht, The Saviour, The Swedish Army, The Last Battle Of A Great Warrior

Line-Up:
Kai-Uwe Schneider – Gesang, Gitarre, Bass
Matthias Eschrich – Gesang, Gitarre, Bass
Frank Nitzsche – Keyboards
Georgy – Schlagzeug (live)

DISCOGRAPHY:

1995 – Return From The Darkside
1996 – Beyond Conceptions (EP)
1999 – Portent Of Eternity
2001 – Saxot
2003 – Von Rache Und Schmerz (LP)
2004 – Never Ending Battles
2008 – Völkerschlacht


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Saxorior - Völkerschlacht (CD-Review)

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