Squealer-Rocks.de CD-Review
Adagio - Archangels In Black

Genre: Power Metal/Progressive Metal
Review vom: 02.02.2009
Redakteur: Colin
Veröffentlichung: 02.02.2009
Label: Listenable Records



Von ADAGIO hatte ich bislang nichts gehört. Laut Promo-Flyer haben die Franzosen aber schon ein paar Alben herausgebracht. Hmm…ok. Habe ich nicht gehört, kann ich nichts zu sagen. Ebenso wenig wie zu der Behauptung, dass die Band ihren Stil verändert hat. Wozu ich aber was sagen kann, ist „Archangels In Black“. Das neue Album der Band soll der Metal-Szene einen gänzlich neuen Sound präsentieren. Stellt sich nur eine Frage: Wo?

Auf „Archangels In Black“ jedenfalls ist davon nichts zu hören. Die Band spielt progressiven Power Metal mit einer ganz leichten Thrashschlagseite und an einigen Stellen gegrowlten Vocals. Wenn das die Neuerungen im Sound von ADAGIO sind, ist das für mich völlig in Ordnung. Die Basis der Musik bildet sowieso der, hörbar von SYMPHONY X beeinflusste, progressive Power Metal. Wenn der Gesang nicht wäre und man die Augen schließt, könnte man auch annehmen, dass man das Original im CD-Player laufen hat. So nah sind ADAGIO ihrem Einfluss teilweise. Das heißt auf der anderen Seite natürlich, dass wir es hier mit absolut fähigen Musikern zu tun haben.


Musikalisch können ADAGIO also absolut überzeugen, was Stücke wie der schön aggressive Opener „Vamphyri“ gleich zu Beginn beweisen. Die Band hält eine gute Balance zwischen harten Riffs, technischer Verspieltheit und eingängigen Melodien. Diese sind auch ein großer Pluspunkt der Franzosen. Sänger Chris Palin (ob der mit der US-Wahlkampf-Niete verwandt ist?) hat eine angenehme Stimme, die zumindest bei den cleanen Stellen dafür sorgt, dass die Melodien der Refrains im Ohr bleiben. „The Astral Pathway“ ist hierfür auch ein gutes Beispiel. Diese Balance mit den eingängigen Melodien ist wichtig für die Musik von ADAGIO, da die Band teilweise sehr komplex und auch sperrig zu Werke geht. Wenn die Band es einmal nicht schafft dem Song einen Refrain mit Wiedererkennungswert zu verpassen, dann kommen dabei Stücke wie „The Fifth Ankh“ oder „Codex Oscura“ heraus, die zwar technisch, wie gesagt, über jeden Zweifel erhaben sind, aber alles in allem doch zu sperrig sind, um sofort zu zünden. Das schmälert dann wiederum den guten Eindruck, den oben genannte Songs machen, ungemein. Ich frage mich auch, warum das so ist, denn das Potential gute, eingängige Melodien zu kreieren haben die Jungs ja.


Ohne Zweifel ist ADAGIO ein gutes, wenn auch nicht überragendes Album gelungen. Dafür sind auf „Archangels In Black“ zu viele sperrige Songs enthalten. Der zweite Kritikpunkt mit dem sowohl die Scheibe als auch die Band leben muss, ist der der Nähe zu oben genannter Spielvereinigung aus den USA. „Archangels In Black“ wäre eine sehr gute und eigenständige Platte, wenn, ja wenn SYMPHONY X nicht wären…




Tracklist:
1. Vamphyri
2. The Astral Pathway
3. Fear Circus
4. Undead
5. Archangels In Black
6. The Fifth Ankh
7. Codex Oscura
8. Twilight At Dawn
9. Getsu Senshi

Line-Up:
Chris Palin – Vocals
Stéphan Forté – Guitars
Kevin Codfert – Keyboards
Franck Hermanny – Bass
Eric Lebailly - Drums

DISCOGRAPHY:

2001 - Sanctus Ignis
2003 - Underworld
2004 - A Band In Upperworld (live)
2006 - Dominate
2009 - Archangels In Black

SQUEALER-ROCKS Links:

Adagio - Dominate (CD-Review)
Adagio - Archangels In Black (CD-Review)

SONSTIGES:

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