Squealer-Rocks.de CD-Review
Daedalus - The Never Ending Illusion

Genre: Progressive Metal
Review vom: 18.01.2009
Redakteur: Colin
Veröffentlichung: Bereits erschienen
Label: ProgRock Records



Im klassischen Progressive Metal Outfit kommen die Italiener von DAEDALUS mit ihrer zweiten Scheibe „The Never Ending Illusion“ zu uns in die heiligen Hallen der Redaktion. Geläufig waren die Jungs vom Stiefel mir bislang noch nicht, was sich zwischenzeitlich natürlich geändert hat. „The Never Ending Illusion“ und ich hatten viel Zeit uns kennen zu lernen und ich muss sagen, es war keine Liebe auf den ersten Blick.

DAEDALUS pendeln mit ihrer Musik irgendwo zwischen Progressive Rock und Progressive Metal. Zu den Einflüssen der Band zählen, neben diversen Vertretern des Progressive Metals, auch definitiv RUSH und QUEEN. Daraus entsteht eine durchaus interessante Mischung, die ihre stärksten Momente eindeutig bei den ruhigeren Passagen hat. Um diese bauen DAEDALUS aber so viele verschiedene Teile in die Songs ein, dass es sogar dem geneigten Prog-Fan zuviel werden könnte. Ihre Instrumente beherrschen die Jungs natürlich. Ob man das aber alle zwei Takte heraushängen lassen muss, wage ich mal zu bezweifeln. DAEDALUS hätten sich an das bewährten Spruch „manchmal ist weniger mehr“ halten sollen, dann wären einige der Tracks sicherlich eingängiger geworden. Wie etwa der Titeltrack, der zwar gekonnt harte Riffs mit ruhigen Momenten und sogar Jazz verbindet, sich aber in den vielen Arrangements verzettelt. Ironischerweise ist das langweiligste Stück auf dem Album das Instrumental „Horizons In A Box“. Gerade hier hätten die Jungs doch alle Freiheiten gehabt, sich in einem Lied mal richtig auszuleben. Der Song plätschert aber nur vor sich hin und kann keine Höhepunkte aufweisen.


Aber genug gemeckert. Der vielzitierte „Schuss in den Ofen“ ist die zweite Platte von DAEDALUS nämlich nicht geworden. Dafür hat sie viel zu viele starke Momente, wie etwa „A Journey To Myself“ oder das schön riffende „Hopeless“. Der gelungenste Song auf „The Never Ending Illusion“ ist aber das ruhige, mit einer tollen Atmosphäre ausgestattete „Cold Embrace“. Bei dem Lied stimmt wirklich alles. An die qualitativ hochwertigen und bereits erwähnten Songs (hinzu kommen noch „Perfect Smile“ und „Life“) können der Opener „Waiting For The Dawn“ und das die Scheibe abschließende, auf Italienisch intonierte „Mare Di Stelle“ nicht heranreichen. Das sind die Rohrkrepierer der Platte.


Auch auf den fünften Blick habe ich mich nicht in „The Never Ending Illusion“ verliebt. Das liegt einfach daran, dass die vorwiegend starken Songs hier und da etwas zu sperrig sind. Fans anspruchsvoller Musik können gerne mal reinhören. Zu entdecken gibt es auf dem Album eine Menge, aber man muss Geduld mitbringen.



Tracklist:
1. Waiting For The Dawn
2. Perfect Smile
3. Life
4. Hopeless
5. Cold Embrace
6. The Never Ending Illusion
7. The Dancers
8. Horizons In A Box
9. A Journey To Myself
10. Mare Di Stelle


Line-Up:
Davide Merletto – Vocals
Andrea Torretta – Guitars
Fabio Gremo – Bass
Guiseppe Spanò – Keyboards
Davide La Rosa - Drums

DISCOGRAPHY:

Sorry, noch keine Discography eingestellt.

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