 Head - Save Me From Myself
Genre:
(Modern) Metal Review vom: 11.12.2008 Redakteur: maddin Veröffentlichung: 12.12.2008 Label: Driven Records Die Grundthemen sind Walsh's Kampf gegen seine Drogensucht, schliesslich der Sieg über die Abhängigkeit und das daraus resultierende Bekenntnis zu Gott und Religion. Da ist es wenig schwer zu erraten, dass die Musik entsprechend tief gehend und die Grundstimmung eher düster und aggressiv ist.
Leider kann ich absolut keine Vergleiche zu KoRn ziehen, da mir die Musik der Megaseller bis auf sporadische Eindrücke nahezu gänzlich unbekannt ist (und wenn es anders wäre, würde ich es hier bestimmt nicht zugeben. Man beachte das „Unwort“ am Anfang des Reviews).
Als ungefähre Parallele sind mir jedoch sofort Pain Of Salvation in den Sinn gekommen. Diese Mischung aus Aggression, Melancholie und teilweise verstörenden Parts mit Hörspiel - Charakter, diese hörbare offenherzige Darlegung intimster Emotionen, die fesselnde Atmosphäre, die Zunahme von Streichern und die tollen Melodien - ja, doch das kommt schon hin; zumindest teilweise. Auch die „modernen“ Werke von Alice Cooper wie „Dragontown“ oder „Brutal Planet“ wären eine Hausnummer.
Es verwundert fast ein bisschen, welch guter Sänger Brian ist. Den Wechsel Düsternis / Romantik vollzieht er stimmlich bravourös, was auch auf seine Songs zutrifft.
Fast jeder Track durchlebt mehrere Stimmungen. Möchte man beim zunächst sperrigen Opener „L.O.V.E.“ noch mit dem zum Titel passenden Refrain in die Welt der Melancholie entschweben, so verführt der Chorus im ansonsten leicht psychedelisch angehauchten „Flush“ dazu, die Hasskappe aus der Ecke zu holen, um mal so ein bisschen die Bude zu verwüsten.
Mit dem überaus kultigen „Adoney“ gibt es dann gar einen (fast) Ohrwurm zu hören, der ohne seinen Brutalo – Mittelteil sogar Hit Qualitäten hätte. „Money“ ist da fast deckungsgleich und könnte auch von Evergrey stammen.
Dem gegenüber stehen dann wieder vertonte Selbsterfahrungstrips a la „Die Religion Die“, die zwar höchst komplex, aber dennoch irgendwie catchy sind.
Das ist auch der Grundtenor dieses Albums: An manchen Stellen ist das Teil echt ziemlich krank, aber es fehlen niemals die tollen Melodien, die auch gerne mit „faszinierend“ umschrieben werden dürfen. Zudem hat Brian Welch eine Unmenge an Ideen in seine Songs gepackt, die jeden Durchlauf in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Auch die Produktion ist top, von daher habe ich keine Hemmungen, diese Scheibe auch toleranten Traditionalisten zu empfehlen.
Tracklist:
01. L.O.V.E.
02. Flush
03. Loyalty
04. Re-bel
05. Home
06. Save Me From Myself
07. Die Religion Die
08. Adonai
09. Money
10. Shake
11. Washed By Blood
Line Up:
Brian „Head“ Welch – Vocals, Guitars, Programmings
Trevor Dunn – Bass
Josh Fresse – Drums, Programmings
DISCOGRAPHY:
2008 - Save Me From Myself
SQUEALER-ROCKS Links:
Head - Save Me From Myself (CD-Review)
SONSTIGES:
BANDHOMEPAGE
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