Squealer-Rocks.de CD-Review
Catamenia - VIII - The Time Unchained

Genre: Black Metal / Rock
Review vom: 07.12.2008
Redakteur: Edewolf
Veröffentlichung: 24.10.2008
Label: Massacre Records



So, zu erst einmal meine Entschuldigung an alle Beteiligten, dass diese Rezi doch reichlich spät erscheint. Die Finnen von Catamenia haben ihr Album „VIII - The Time Unchained“, schließlich bereits am 24.10.2008 auf die Menschheit losgelassen. Diese Tatsache gab mir allerdings die Gelegenheit mich im Vorfeld schon ein wenig mit den bisherigen Meinungen zu diesem Album auseinander zu setzten.

Wie sollte es auch anders sein? Ich teile diese Meinungen mal wieder nicht. Vielleicht mag es daran liegen, dass mir ein Black-Metal-Album versprochen wurde, welches ich mit „VIII - The Time Unchained“ wahrlich nicht erhalten habe. Direkt im Eröffnungssong wird allerdings erstmal kräftig losgeholzt und es gibt erst einmal eine finstere Black-Metal-Einlage. Schnell und aggressiv wie man es sich wünscht. Im Laufe der nächsten zwei Songs schleichen sich aber zunehmend Einflüsse auch dem Death- und Pagan-Metal ein und das eine oder andere Riff könnte man sogar eher in den Folk-Metal-Bereich einordnen. Mit gehörigem Schrecken musste ich dann feststellen, dass die Anteile an cleanem Gesang von Song zu Song größer werden, bis diese dann weite Teile der Songs bestimmen. Also nix mehr mit Black-Metal! Eher auf hohem Niveau gespielter Heiden-Rock mit Metal-Melodien. Häufig lobt man Bands, welche ihrer Linie treu bleiben. So etwas wie eine klare Linie vermisse ich bei Catamenia allerdings völlig.

Was man der Band allerdings als Pluspunkt anrechnen kann, ist wohl die Tatsache, dass es den Jungs ziemlich egal zu sein scheint, was Typen wie ich über die musikalische Linie denken und einfach das machen wozu sie Lust haben, ohne sich dabei selbst in eine musikalische Schublade zu zwängen. Das sieht man wohl auch an den drei Coverversionen, wobei es sich bei einer tatsächlich um „Out of Nowhere“ von Faith No More handelt. „Viivakoodit" von Apulanta und "Synti Voittaa" von Shitter Limited sind die beiden anderen, wobei erstere eine eher prollige Rocknummer ist und die andere ein Punk-Kracher. Wenn man damit leben kann, dass man auf einem Album an die fünf verschiedenen Musikstile präsentiert bekommt, kann man ruhig zugreifen. Trotz aller persönlichen Kritik sind die Songs ordentlich und die Produktion dementsprechend. Für Black-Metal-Fans allerdings keine Empfehlung.

Tracklist:
01. Dominion
02. Alive… Cold… Dead!
03. The Time Unchained
04. Embody And Behold
05. Tuhon Oma
06. The Last Day Before
07. Fallen
08. Road Of Bones
09. Garden Of Thorns
10. Uhrimalja
11. From Out Of Nowhere
12. Viivakoodit
13. Synti Voittaa

Line-Up:
Ari Nissilä - Vocals, Guitars
Riku Hopeakoski – Guitars
Kari Vähäkuopus – Vocals (clean)
Toni Kansanoja - Bass, Vocals (Growls)
Mikko Nevanlahti – Drums

DISCOGRAPHY:

1998 - Halls Of Frozen North
1999 - Morning Crimson
2000 - Eternal Winter's Prophecy
2002 - Eskhata
2003 - ChaosBorn
2005 - Winternight Tragedies
2006 - Location:COLD
2006 - Bringing The Cold To Poland (DVD)
2008 - VIII: The Time Unchained


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