Squealer-Rocks.de CD-Review
Force Of Evil - Black Empire

Genre: Heavy Metal
Review vom: 01.01.2005
Redakteur: Jack
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Udo Dirkschneider. Ich hätte nie damit gerechnet, dass es jemals ein Sänger schafft solche kreischenden Töne aus seinem Kehlkopf heraus zu holen wie unser Dickerchen Udo. Doch da habe ich mich wohl getäuscht, denn in manch einem Stück von BLACK EMPIRE, dem dritten Album der Heavy Metal Truppe Force Of Evil, kommt Frontmann Martin Steene so was von nahe an diese Töne heran. Wahnsinnig! Doch der auch bei Ironfire tätige Vokalist belässt es dabei nicht, sondern versucht sich in fast allen denkbaren Höhen und Tiefen des Singens.

Beispielsweise legt er gleich im Opener und Titeltrack mit Growls, begleitet von Death metallischen Klängen, vor, um wenige Sekunden später mindestens fünf Oktaven höhere Parts zu singen. Am wohlsten fühlt sich der Kollege irgendwo zwischen diesen Ober- bzw. Untergrenzen. So bietet er einen souveränen Heavy Metal Gesang, der nicht wie bei manch einem Frontmann der Szene einen schrecklichen Nachgeschmack, bezüglich der Grundhöhe, besitzt.

Seine instrumentalen Mitstreiter, Michael Denner, Hank Shermann, Bjarne T. Holm (alle drei bei Mercyful Fate tätig) und Hal Patino (ehemals Diamond King) stehen ihm in Sachen Souveränität in Nichts nach. Das Quartett zelebriert im Großen und Ganzen im Mid-Tempo verwurzelten Heavy Metal, der sich an Gruppen wie Judas Priest („Back To Hell“, „Death Comes Crawling“) oder Mid-Achtziger Metallica („Beyond The Gates“, „Hobbs End“) orientiert, aber auch ab und an in flottere Sphären des Fabrikats Motörhead („Black Empire“) und Todes metallischem („S.O.S.“) gelangt.

Die Art und Weise wie Force Of Evil auf BLACK EMPIRE vorangehen, sorgt zwar nicht wirklich für große Abwechslung, aber wer will denn diese im klassischen Heavy Metal? Wer große Vielfalt sucht, hört Dream Theater und wer solch schwere Kost nicht verträgt, wird in Judas Priest fündig oder auch in Force Of Evil.

Fazit: Nicht jeder der zwölf Tracks kann Bäume raus reißen (zum Beispiel das etwas nervende „Cabrini Green“), aber zum größten Teil kann man mit der Leistung der schwedisch/dänischen Kombo zufrieden sein. Traditioneller Heavy Metal ohne große Experimente. Wem das zusagt, der ergänzt seinen Wunschzettel um ein weiteres Album.


Tracklist:
1. Black Empire
2. Back To Hell
3. Cabrini Green
4. Death Comes Crawling
5. The Sinister Show
6. Days Of Damien
7. Disciples Of The King
8. Beyond The Gates
9. Hobbs End
10. Dead In Texas
11. Vorhees Revenge
12. S.O.S.

Anspieltipps: Black Empire, Back To Hell, Death Comes Crawling, S.O.S.

Band Line-Up:
Martin Steene - Gesang
Michael Denner - Gitarre
Hank Shermann - Gitarre
Hal Patino - Bass
Bjarne T. Holm - Schlagzeug

DISCOGRAPHY:

2003 - Force Of Evil
2005 - Black Empire

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