Squealer-Rocks.de CD-Review
Black Reign - Sovereign

Genre: Thrash Metal
Review vom: 06.11.2008
Redakteur: Colin
Veröffentlichung: Bereits erschienen
Label: Battlegod Productions



Kann man, theoretisch, Rezensionen anhand von Covern schreiben? Bis jetzt habe ich immer gedacht: Nein! Man will ja objektiv an die zu besprechende Scheibe gehen. Aber: Seit BLACK REIGN kann ich mit voller Überzeugung sagen: Doch! Man kann! Hehe…natürlich nicht. Fakt ist aber, dass das Cover der aktuellen Scheibe der Australier BLACK REIGN ziemlich mies ist (RANDOM lassen grüßen)…

Und jetzt kommt’s: Die Musik auf „Sovereign“, so der Titel der ersten offiziellen Scheibe der Band, steht dem Bildchen in nichts nach. Ich habe noch nie (!!!) eine Scheibe gehört, bei der Sänger derart neben der Spur singt. Alleine der Gesangspart am Anfang des Titeltracks lässt dem Hörer wohlige Schauer des Entsetzens über den Buckel wandern. Es gehört wirklich Mut dazu, so eine ähm,…Leistung unters Volk zu bringen (oder es zumindest zu versuchen). Selbst als eingefleischter Thrash Metaller kann man sich diese, als Thrash (logisch) titulierte, Offenbarung kakophonischer Laute nur hingeben, wenn man einem erotischen Abenteuer mit den Klitschko-Brüdern entgegenfiebert.

Ok, ok. Sooo schlimm ist es nun auch wieder nicht. Doch, verdammt. Ist es. Nicht nur der Gesang weiß zu verschrecken, auch die Songs selbst sind alles andere als gut. Die Riffs kommen phasenweise derart kraftlos aus den Boxen, dass jede POISON-Scheibe mehr Power hat. Die Stücke sind so was von uninspiriert, dass man vor Schmerzen um Gnade winselnd vor dem CD-Player kniet. Zudem sind die Songs künstlich in die Länge gezogen. Lange Stücke aufzunehmen ist völlig in Ordnung, solange diese über einen ansprechenden Spannungsbogen verfügen. Der beste Track der Scheibe ist eindeutig das über zwölf Minuten lange „Edge Of The Universe“. Aber auch nur, weil Frontsadist Michael Demov keinen „Gesang“ zu dem Track beisteuert. Musikalisch wird auch hier rein gar nichts (außer einer extrem nervigen Basslinie) geboten.

Warum bekommen Bands, die gerade einmal in der Lage sind ihre Instrumente (die wahrscheinlich ebenfalls vor Schmerzen wimmern) richtig zu stimmen, eigentlich einen Plattenvertrag mit internationalem Vertrieb? Auch, wenn es wenig objektiv ist. Ich habe die Scheibe nach nur einem Durchlauf aus meinem Player verbannt und ihn inständig um Verzeihung für die erlittenen Qualen gebeten. Und ich sorge jetzt mal für ein Novum in der Squealer-Rocks Historie: Ich bewerte eine Scheibe mit Punkten! Für „Sovereign“ mache ich fette elf Minuspunkte locker. „Sovereign“ ist die pure tonale Vergewaltigung.



Tracklist:
1. Eye Of The Storm
2. The King Of Demons
3. Sacrifice Of Gods
4. Sovereign
5. Viking
6. The 3rd Antichrist
7. Edge Of The Universe
8. Demise
9. The Madness
10. Succubus
11. The Summonance/The occultance


Line-Up:
Michael Demov – Guitars, Vocals
Blaze Bucannan – Guitars
Sean Vale – Bass
Bryn Morrow - Drums

DISCOGRAPHY:

1994 - Black Reign
2001 - Equalibrium
2002 - I Do It Because I Can
2008 - Sovereign


SQUEALER-ROCKS Links:

Black Reign - Sovereign (CD-Review)

SONSTIGES:

BANDHOMEPAGE
Diesen Beitrag im Forum diskutieren