Squealer-Rocks.de CD-Review
Eminence - The God Of All Mistakes

Genre: Death Metal/Thrash Metal
Review vom: 29.03.2008
Redakteur: Colin
Veröffentlichung: Bereits erschienen.
Label: Locomotive Records



Sonne, Samba, Karneval, Death Metal, Fußballvirtuosen und knackige Mädels sind die Stichworte. Die Frage: Welches Land wird hier gesucht? Richtig. Brasilien wurde gesucht. Genauer gesagt, Belo Horizonte. Das nämlich, ist die Heimat der Extrem Metaller vom Eminence. Und extrem ist die Musik von Eminence allemal.

Ich will jetzt gar nicht erst anfangen, über die großen brasilianischen Bands aus dem extremen Metal Bereich zu sprechen, die hier eh jeder erahnen kann. Deshalb wird jetzt erstmal „The god of all mistakes“ genauer betrachtet. Ohne ellenlange oder gar schwülstige Intros geht der Titeltrack direkt auf die zwölf und streckt einen zu Boden. Eine richtig brutale Mischung aus Death- und Thrash Metal (plus diverse Hard Core Zitate) hämmert dem Hörer gnadenlos entgegen. Blastbeats wechseln sich mit groovigen Parts ab, die Gitarren sägen schön am Kleinhirn und Sänger Wallace Parreiras hat offensichtlich auch einige Probleme aus seiner Kindheit verbal noch zu verarbeiten. Meine Güte, ist „The god of all mistakes“ ein Hassbatzen. Da können auch die zwischendurch (sehr kurz) eingestreuten cleanen Vocals nichts mehr zur Reanimation beitragen. „Resistance“ ist zwar insgesamt ein wenig langsamer als der Opener, aber ebenso intensiv und mit dem gleichen Aggressionspotential versehen. Bis hierher also richtig übler Stoff.

„Day 7“ zeigt Eminence dann von einer anderen Seite. Abermals mit cleanen Vocals im Refrain, bleibt der Song sogar im Ohr hängen (und ist zu Recht Singleauskopplung). Nach dem Geballer in den ersten zwei Songs ist das echte Erholung für die Ohren. Ein Einzelfall? So gut wie, denn mit „Undermind“ ist lediglich noch ein weiterer „melodischer“ Track auf „The god of all mistakes“ zu hören. Das ist reichlich schade, da diese beiden einzigen Farbtupfer, als Kontrastpunkt zu dem rüden Geballer, eigentlich zu wenig sind, um die Platte abwechslungsreich zu halten.

Abwechslung ist tatsächlich das große Defizit von „The god of all mistakes“. Wenn man das Opening Duo zusammen mit „Day 7“ und „Undermind“, plus einem der anderen Brecher, wie zum Beispiel „Snake beat“, als EP heraus gebracht hätte, wäre Eminence eine richtig spannende Scheibe gelungen. So aber, bleibt ein etwas fader Beigeschmack, da sich die lichten Momente im zweiten Teil von „The god of all mistakes“ doch recht bedeckt halten.

Wenn Eminence bei ihrer nächsten Veröffentlichung ein wenig mehr Wert auf Abwechslung legen und den Melodien mehr Platz in ihrem Sound einräumen, wird der Follow-Up sicherlich ‚ne bärenstarke, brutale Scheibe. Die Zeichen dafür stehen insgesamt nicht schlecht. Aber heute gibt es als Fazit „nur“ ein „reinhören“. Anspieltipps: siehe oben!



Tracklist:
1. The god of all mistakes
2. Resistance
3. Day 7
4. Devil’s boulevard
5. Undermind
6. Injected lies
7. Written in dust
8. Snake beat
9. Stainer
10. Enemy inside


Line-Up:
Wallace Parreiras – Vocals
Andre Marcio – Drums
Alan Wallace – Guitars
Thiago Correa - Bass

DISCOGRAPHY:

1998 - Eminence (EP)
1999 - Chaotic System
2003 - Humanology
2008 - The God Of All Mistakes

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Eminence - The God Of All Mistakes (CD-Review)

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