Squealer-Rocks.de CD-Review
Dismember - Dismember

Genre: Death Metal
Review vom: 25.03.2008
Redakteur: Edewolf
Veröffentlichung: bereits erschienen
Label: Regain Records/ShureShotWorx



Meine Fresse! Wie lange ist es jetzt her, dass ich mit „Like An Ever Flowing Stream“ das Debüt der Schweden-Legende, zum ersten mal in Händen halten durfte? Das war 1991, und wenn ich mir nun den aktuellen Longplayer so zu Gemühte führe, habe ich fast das Gefühl in einer sich wiederholenden aber ziemlich genialen Zeitschleife gefangen zu sein. Dismember beweisen hier, dass man alle Modeerscheinungen und diese ganzen NUs und NEOs einfach mal gepflegt durch die Death-Metal-Knochenmühle jagen kann. Danke Jungs!

Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass ich den Stil von Dismember nicht weiter beschreiben muss. Das sollte in Anbetracht der nunmehr zwanzigjährigen Bandgeschichte auch nicht mehr nötig sein. Die Schweden sind in dieser Zeit vielleicht ein Eckchen ruhiger geworden, haben aber absolut nichts von ihrer Härte und Kompromisslosigkeit eingebüßt und sind durch ihr Festalten am ursprünglichen Erfolgskonzept zu einem der bedeutendsten Aushängeschilder des Death-Metal geworden. Ich unterstelle einfach mal, dass wohl die meisten Death-Metal-Bands, die in den 90ern gegründet wurden, auf die eine oder andere Weise auch von Dismember oder dem damals allseits beliebten Schweden-Death-Metal beeinflusst wurden.

Jetzt aber Schluss mit der allgemeinen Lobeshymne und mal was zum neuen Album. Bereits beim ersten Song ist eigentlich schon alles klar. Unverwechselbar Dismember. Gitarrenlastiger Mid-Tempo Old-School-Death-Metal wie man es sich nur wünschen kann. „Death Conquers All“ ist wirklich ein würdige Opener, der sofort in den Nacken geht und jedem klar macht wo der Frosch die Locken hat. Gelegentlich wird allerdings auch etwas mehr Wert auf Melodie gelegt. Ein gutes Beispiel dafür ist „Under Bloodred Sky“. Manche Passagen sind da nicht ganz so gut gelungen und klingen dann nach einer Drei-Mann-Band beim Solo. Zweistimmig mit Rhythmusgitarre wär’s besser gewesen, find ich. Dafür wird man aber schnell mit „The Hills Have Eyes“ entschädigt. Ein Song der typischer nicht sein könnte. Mit „Legion“ folgt dann ein gnadenloser Mattenschwinger, der durch seinen absoluten Knallerrefrain wohl auch den letzten überzeugen wird. Ein Punkt, der mir besonders ins Ohr gestochen ist, ist der Gesang von Matti Kärki, der es schafft noch mal eine Spur bösartiger zu klingen als auf dem Vorgänger.

Fazit: Dismember werden es meiner Meinung niemals schaffen „Like An Ever Flowing Stream“ zu übertreffen. Mancher mag mich für diese Aussage vielleicht steinigen wollen, aber was soll’s. Aber Dismember beweisen, dass man eben auf bekannte Pfaden am besten wandert. Meiner Meinung nach ein Hammeralbum, sowohl für langjährige als auch für neue Fans.

Tracklist:
1. Death Conquers All
2. Europa Burns
3. Under A Bloodred Sky
4. The Hills Have Eyes
5. Legion
6. Tide Of Blood
7. Combat Fatigue
8. No Honour In Death
9. To End It All
10.Dark Depth
11.Black Sun

Line-Up
Matti Kärki – Vocals
David Blomqvist – Gitarre
Martin Persson – Gitarre
Tobias Christiansson – Bass
Thomas Daun - Drums

DISCOGRAPHY:

1991 - Like An Ever Flowing Stream
1993 - Idecent And Osecene
1995 - Massive Killing Capacity
1997 - Death Metal
2000 - Hate Campaign
2004 - Where Ironcrosses Grow
2004 - Live Blasphemies (DVD)
2006 - The God That Never Was
2008 - Dismember


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