Squealer-Rocks.de CD-Review
Deep Down The Soul - Deep Down The Soul

Genre: Crosscore
Review vom: 17.03.2008
Redakteur: Jack
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label: Anko Music



Auf das Stichwort „Ingolstadt“, die an der Donau gelegene 120.000 Einwohner zählende Stadt im Herzen Bayerns, fallen mir spontan nur drei Dinge ein: Audi, Universität und Eishockey. Zwangsläufig jetzt nicht die Themeninhalte, mit denen wir uns auf Squealer-Rocks.de beschäftigen wollen (einen Audi hat durch die Arbeit hier noch keiner bekommen). Blickt man etwas genauer auf diese Stadt entdeckt man auch die überaus namhaften, für uns interessanten Musikacts: Neben den Schweinerockern von Slut die Hard Rocker von Bonfire. Keine allzu schlechten Vorzeichen für das junge Gespann von Deep Down The Soul!

Vorweggenommen: Mit ihren Stadtkollegen haben die Jungs um das kongeniale Gesangsduo Markus und Michael Schlagenhaufer nichts gemeinsam. Sei’s drum. Aber genau diese beiden bzw. ihre Synthese stellen das Prunkstück auf DEEP DOWN THE SOUL. Eingebettet in treibende Schlagzeugpassen und stürmische Gitarren bieten sich die beiden einen gnadenlosen und ausgeglichenen Kampf mit derben Shoutings, tiefen Growls und höllisch aggressiven Rapeinlagen, so dass es automatisch im Inneren des Hörers brodelt. Hier kommen Hardcore und New Metal zusammen. In „Bullet“ schimmern dann sogar einige, dem Metalcore entliehene, Speed-Gitarren durch.

Besonders stark erweisen sich Deep Down The Soul wenn sie – wie in „So Close“ – die Brutalität für einen kurzen Augenblick zurückfahren, auf sentimentale Elemente (darunter auch akustische Gitarren und zurückhaltende, fast weinerliche Gesänge) setzen und so der new metallischen, so gut wie keine Rage Against The Machine Klischees bedienenden Gewalt einen neuen Stellenwert geben. Geprolle auf einem ganz hohen Niveau!!!

Die Produktion könnte an und für sich etwas klarer und drückender sein, raubt sie doch in dieser Form dem einen oder anderen Song das Entfaltungspotenzial. Aber da Deep Down The Soul ja noch am Anfang ihrer Karriere stehen, sparen wir uns die großen Abstriche und hoffen einfach, dass sich die zwischen den Welten wandernden fünf Bayern alsbald nach ganz oben spielen werden.
Wir verfolgen den weiteren Werdegang mit Argusaugen!

Tracklist:
1. Prologue
2. Look Into My Eyes
3. Afraid Of My Dreams
4. So Close
5. Bullet
6. Behind The Lights
7. The Battle
8. Losing My Grip
9. Black Rose
10. Revolt

Anspieltipps: So Close, Bullet, The Battle

Band Line-Up:
Markus Schlagenhaufer – Gesang, Gitarre
Michael Schlagenhaufer – Gesang, Gitarre
Jan Möller – Gitarre
Alessandro Nardiello - Bass
Johannes Karl – Schlagzeug

DISCOGRAPHY:

2007 – Deep Down The Soul

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Deep Down The Soul - Deep Down The Soul (CD-Review)

SONSTIGES:

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