Squealer-Rocks.de CD-Review
Dust & Bones - Liberator

Genre: Heavy Rock
Review vom: 11.07.2005
Redakteur: Jack
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



„Spaß haben, rumlärmen und einfach dreckig losrocken“ waren im März 2000 die Beweggründe die Rockband Dust & Bones ins Leben zu rufen. Nicht verkehrt war dabei, dass fast alle der fünf Mitglieder bereits Erfahrungen bei mehr oder weniger erfolgreichen Projekten wie Totenmond oder Belching Beet gesammelt haben, was für Dust & Bones eine gewisse Abgeklärtheit in Sachen Studioaufnahmen bedeutet. Jeder weiß, was er zu tun hat, um das musikalische Ziel dieser Rock’n’Roll-Gemeinschaft Dust & Bones zu erreichen.

Wenn eine Band mit Wörtern wie „losrocken“ beschrieben wird, kann man davon ausgehen, dass es sich dabei mit 100%-tiger Sicherheit um keine Dream Theater / Rush Nachahmer handelt. Dust & Bones geben einen Scheißdreck auf übertriebene Virtuosität und beschränken sich auf das Wesentliche. Soll im Falle des Fünfers heißen: schnörkelloser Rock mit Tendenzen in den moderneren Punk Rock (Bad Religion, The Offspring), metallischen Crossover (Anthrax), Doom Metal (Black Sabbath) und härteren Hard Rock (Motörhead, Rose Tattoo).

Zur Folge haben diese Einflüsse, dass die Gitarrenarmada nahezu jedes der zehn Stücke bestimmt. Diese immens tiefer gestimmte Gitarrenarmada nimmt im Laufe von LIBERATOR die unterschiedlichsten Formen an: groovig („Better Things Made In Hell“), schnell („Liberator (Rock'N'Roll)“), schleppend („Breathing Fire“) oder auf Sturm ausgerichtet („Shitliquor“). Für jeden Geschmack ist was dabei.
Dazu besorgt uns die Gesangesfront um Thorsten und Jens raue, dreckige Gesänge, die ab und zu mehrstimmig werden, um einzelne Wörter wie „fire“ etc. hervorzuheben. Der Punk lässt grüßen! ;-)
Zu den lyrischen Ergüssen der fünf Mannen brauche ich, bei Titeln wie „Curse Of Dust&Bones“, „Push Puss Motor“ oder „Shitliquor“, wohl nicht viel sagen. Hier dreht sich alles um das weitreichende Thema Rock’n’Roll. Beispiel gefällig? – „Hello sweet leaf why do you look so fine? You and your sister mmh dddouble party time.“

Neben der großen Ähnlichkeit der zehn Songs besitzt LIBERATOR noch einen weiteren Schwachpunkt, der drei Tracks („Magma“, „No Fun“, und „Sharktorpedo“) betrifft: die Länge! Bei so wenigen Variationen, die Dust & Bones an den Tag legen, sind fünf bis sechs Minuten schlichtweg zu lang. Nach einer gewissen Zeit wiederholt sich der Song selbst und lässt große Langeweile aufkommen.

Fazit: LIBERATOR – jau, das ist einfach gestrickte Musik, die Laune macht, auch wenn sich im Grunde genommen von Song zu Song nicht allzu viel ändert. Was soll’s?

VÖ: 11. Juli 2005

Tracklist:
1. Curse Of Dust&Bones
2. D.O.Y.K.
3. Breathing Fire
4. Liberator (Rock'N'Roll)
5. Better Things Made In Hell
6. Magma
7. Shitliquor
8. Push Puss Motor
9. No Fun
10. Sharktorpedo

Anspieltipps: Curse Of Dust&Bones, D.O.Y.K., Shitliquor

Band Line-Up:
Thorsten – Gesang, Gitarre
Jens – Gesang
Bernd – Gitarre
Roberto – Bass
Jarle – Schlagzeug

DISCOGRAPHY:

2000 - ... For Promotional Use Only
2004 - The Curse Of ... Dust & Bones
2005 - Liberator

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