Squealer-Rocks.de CD-Review
NewSelfHigh - …With Love And Scars

Genre: Crossover / New Metal
Review vom: 10.03.2008
Redakteur: Jack
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label: Astral Records



Im, von der Sonne verwöhnten, Florida hat man eigentlich keinen Grund, sich über irgendwelche Dinge aufzuregen. Welcher Deutsche würde nicht gerne sein altes Leben dafür eintauschen? Doch aus metallischer Sicht ist im südlichsten Osten der Vereinigten Staaten nichts mit „gemütlich den Hintern bräunen lassen“. Selbiger wurde einst von der Tampa Death Metal Szene getreten und freundliche Genossen sind die Jungs von NewSelfHigh, die mit …WITH LOVE AND SCARS ihr Debüt vorlegen, allem Anschein nach auch nicht.

Hoppla, was ist denn bei den elf Tracks dieser Scheibe los? Auf wenige Riffs limitierte, nach vorne preschende Gitarren und klassische Hip Hop Rapgesänge. Lebt der, vor wenigen Jahren für tot erklärte, New Metal made in USA noch einmal auf oder haben die vier Mannen von NewSelfHigh einfach den Einstieg verpennt. Darüber darf nun wild spekuliert werden. Ich analysiere derweilen lieber mal die Qualität des Quartetts, in dem sich jeder am Gesang beteiligt.

OK, der Fall ist nach nur wenigen Songs des Albums klar. Wem bereits P.O.D., Flaw und Konsorten zu prollig und glattgebügelt zugleich waren (ja, so etwas war Anfang des Jahrtausends, als ich den „Metal“ entdeckte, Gang und Gebe), wird sich mit einer, alle Alternativen ausschließenden, Quasi-Sicherheit auch nicht mit den dasselbe Raster bedienenden Kompositionen der aus Orlando stammenden Truppe anfreunden können. Es gibt nämlich nur subtile Differenzierungsmöglichkeiten.

Ob für das Radio bestimmte Pop Metal Songs („Everything“, „Found Myself“), triefende Schema F Balladenversätze oder mit einer guten Portion Hardcore angereicherte, auf Minimalismus beschränkte Straight-Forward Kracher („Self-Centered“, „Beautiful Backlash“), bei …WITH LOVE AND SCARS kann man wahrlich von einer kleinen Renaissance sprechen.
Für den neutralen Beobachter letztlich aber alles zu unspektakulär und eindimensional.

Kurzum: Man muss schon eine starke Affinität zum New Metal besitzen, um auch nach etwa 40 Minuten noch ein zufrieden stellendes Grinsen im Gesicht zu haben.
An dieser Stelle muss ich passen…

Tracklist:
1. Self-Centered
2. Beautiful Backlash
3. Thank You
4. Everything
5. Dina
6. Interlude
7. Quicksand
8. Found Myself
9. TKO
10. Misunderstanding
11. Walking Karma

Band Line-Up:
Rob Mulligan – Gesang, Gitarre
Jeremiah Bennett – Gitarre, Gesang
Dave Perkins – Bass, Gesang
Ryan Thompson – Schlagzeug, Gesang

DISCOGRAPHY:

2008 - …With Love And Scars

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