Squealer-Rocks.de CD-Review
Angel Of Eden - The End Of Never

Genre: Power Metal/Melodic Metal
Review vom: 12.02.2008
Redakteur: Colin
Veröffentlichung: Bereits erschienen
Label: Lion Music



Zugegeben. Ich habe etwas geschlampt mit der Besprechung von „The end of never“. Das hatte zwei Gründe. Zum einen habe ich momentan recht wenig Zeit und zum anderen bin ich mit dem Debütalbum von Angel Of Eden auch nach diversen Durchläufen nicht richtig warm geworden. Deshalb lag die Scheibe hier etwas länger herum als normal…

Mit dem Versuch was-lange-währt-wird-endlich-gut an die Scheibe rangegangen, sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Die Musik von Bandkopf Roger Staffelbach (von den Prog Metallern Artension) und seiner illustren Schar von Mitmusikanten kann man in die Kategorie Power Metal der Marke Stratovarius einordnen, ohne jemandem auf die Füße zu treten. Ist damit aber schon alles über die Mucke auf „The end of never“ gesagt?

Nein. Natürlich nicht. Alleine die ausgesuchten Gastmusiker lassen jeden Metalfan, der ein wenig Background hat, mit der Zunge schnalzen. Der Bass wird zum Beispiel vom omnipräsenten Steve DiGeorgio bedient oder ex- Manowar Gitarrist Dave Shankle, der eins von drei Instrumentalstücken („Return of the pharaoh pt.I“) mit seinem Können veredelt. Wer jetzt aber denkt, dass das Line-Up von Angel Of Eden nicht stark genug ist, auf eigenen Beinen zu stehen, täuscht sich sehr. Roger Staffelbach hat mit Rami Ali (Evidence One), Mistheria (u.a. Bruce Dickinson) und Carsten “Lizard” Schulz (ex-Domain, Evidence One) ein enorm starkes Team um sich gesammelt. Die Musiker beherrschen ausnahmslos alle ihre Instrumente und geben so Songs wie dem flotten Opener „The end of never“ oder dem sehr starken „Dreamchaser“ das gewisse Etwas. Das liegt auch an dem erstklassigen Gesang von Frontmann Carsten Schulz, der die Songs mit einer gelungenen Mischung aus melodischem und aggressivem Vocals vorträgt. Die Stücke auf „The end of never“ gehen schön ins Ohr und leben natürlich, wie es sich für guten Power Metal gehört, von der Melodieführung („The battle of 1386“ wird zum Beispiel von einen starken John West (ex-Royal Hunt) intoniert).

Ob allerdings gleich drei Instrumentalstücke auf der Scheibe sein müssen, lässt sich sicherlich diskutieren. Für meinen Geschmack ist das ein wenig zuviel. Da hätten doch sicher auch noch ein, zwei „richtige“ Songs Platz auf „The end of never“ gehabt. Das heißt natürlich nicht, dass die Instrumentals jetzt schlecht oder langweilig sind. Im Gegenteil. Herr Staffelbach zieht (nicht nur) bei den Instrumentalstücken ganz schön vom Leder. Der Mann kann einiges an der Axt. Nur mir persönlich sind, wie gesagt, drei Titel ohne Gesang einfach zuviel für ein Power Metal Album. Das ist jetzt aber nur ein kleiner Kritikpunkt und fällt nicht weiter ist Gewicht, da die anderen Stücke enorm stark sind.

Mit „The end of never“ haben Angel Of Eden ein sehr gutes Debütalbum abgeliefert. Freude europäischen Power Metals der Marke Stratovarius können hier bedenkenlos zugreifen. Aber auch Leute, die es mehr mit etwas anspruchvollerem Songwriting haben, sollten hier mal ein Ohr riskieren. Anspieltipps: The end of never, Dreamchaser, The battle of 1386, Into the black



Tracklist:
1. The end of never
2. Dreamchaser
3. Angel of eden
4. Return of the pharaoh (pt.I)
5. The battle of 1386
6. Into the black
7. Return of the pharaoh (pt.II)
8. Keys to Avalon
9. Stampede
10. Towards the light


Line-Up:
Roger Staffelbach – Guitars
Carsten “Lizard” Schulz – Vocals
Rami Ali – Drums
Mistheria – Keyboards


Guests:
Steve DiGeorgio – Bass
John West – Vocals
Dave Shankle – Guitars
Ferdy Doernberg - Keyboards

DISCOGRAPHY:

2007 - The end of never

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Angel Of Eden - The End Of Never (CD-Review)

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