Squealer-Rocks.de CD-Review
Pain Principle - Waiting ForThe Flies

Genre: Thrash Metal
Review vom: 02.02.2008
Redakteur: Edewolf
Veröffentlichung: Bereits erschienen
Label: Blind Phrophecy Records



Eigentlich handelt es sich bei "Waiting For The Flies" um das dritte Album der vier Thrasher aus Orlando. Allerdings ist es das erste, welches über ein Label erscheint, und kann somit vielleicht als Debüt gewertet, da Pain Principle nun erst mal einer wirklich breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Mit Eric Rutan (Hate Eternal, Morbid Angel) haben sich Pain Principle dann auch direkt einen entsprechend erfahrenen Mann als Produzenten mit ins Boot geholt. Der Name Rutan löste dann auch bei mir sofort den Drang aus, mir die Scheibe ausführlich zur Brust zu nehmen, da ich ja durch die bereits genannten Namen ein wenig - sagen wir mal - vorbelastet war und natürlich eine entsprechende Erwartungshaltung an den Tag legte.

"Waiting For The Flies" ist ein Kraftpaket amerikanisch geprägten Thrash - Metals mit deutlichem Death - Metal - Einschlag und diversen Hard-Core-Anleihen. Aber letzteres scheint ja bei vielen Bands von der anderen Seite des großen Teichs mittlerweile Usus zu sein. Dominiert wird "Waiting For The Flies" durch Mid-Tempo-Parts der Marke "Schlag in die Magengrube", begleitet von treibender Double-Base- und gelegentlichen Blast-Beats. Dies ist zwar das, was meiner Meinung nach das Gesamtbild dominiert, allerdings werden auch wie zum Beispiel im Titelsong schon mal ruhigere, schräge aber nicht weniger kraftvolle Melodien zum Einsatz gebracht. Sänger Kevin "Bull" Bullock übertreibt es leider etwas. Ein Punkt, der mir persönlich ziemlich schnell unangenehm aufgefallen ist. Er hat zwar sehr viel Stimmgewalt und ein beachtliches Repertoire an Möglichkeiten, seine Stimme einzusetzen, aber ich denke nicht, dass man dies dann auch mit aller Gewalt tun sollte. Drei verschiedene Stimmlagen in einem Wort sind manchmal etwas zu viel des Guten.

Pain Principle erfinden das Rad nicht neu, und es werden beim genaueren Hinhören eigentlich bekannte Stil-Elemente verwendet. Aber warum auch nicht? Entscheidend ist, was hinten raus kommt, und da weiß "Waiting For The Flies" durchaus zu gefallen. Ich denke aber auch, dass vor allem die wirklich gute und druckvolle Produktion einen entscheidenden Teil dazu beigetragen hat. Trotz der Kritikpunkte auf jedem Fall ein Anspieltipp!

Line-Up:
Kevin "Bull" Bullock – Vocals
John Sutton – Guitar
Karen Fry – Bass
Mike Mazzonetto – Drums

Trackliste:
01. The Death Of Jonny Beans
02. Body Farm
03. Martyr System
04. What's Left Of It [The Feast Of Rats]
05. And Now A Word From The Living
06. Behind The Broken
07. All But The Dying
08. In Dim Light
09. What The Dead Whisper
10. Waiting For The Flies

DISCOGRAPHY:

1995 - ... Until Someone Loses An Eye
1999 - Chronic Rage Disorder
2007 - Waiting For The Flies

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