Squealer-Rocks.de CD-Review
Facebreaker - Dead, Rotten And Hungry

Genre: Death Metal
Review vom: 18.01.2008
Redakteur: Colin
Veröffentlichung: 31.01.2008
Label: Pulverised Records



In der Einleitung zu meinen Reviews stelle ich ja gerne mal Fragen, die hinterher mal mehr, mal weniger gut von mir beantwortet werden. So auch hier im vorliegenden Fall. Was würde wohl passieren, wenn sich Dismember und Obituary auf ein Bierchen (oder auch gerne drei) treffen und anschließend eine Session machen? Zugegeben, die Antwort steht schon im Klappentext. Da kommt natürlich ein Old School Death Metal Bastard heraus. Und dieses wundervolle Geschöpf hört auf den sympathischen Doppelnamen „Facebreaker“ (die Band) und „Dead, rotten and hungry“ (das Album). Here we go…

Die Mischung, die Facebreaker (hier hätte ich zunächst eher auf ´ne Thrashcombo getippt) auf ihrem zweiten Full Length Album bieten, lässt sich wirklich als Symbiose aus dem guten alten Schwedentod, der Anfang der Neunziger für Furore sorgte und der groovigen Version des US Death Metals, wie ihn eben Obituary oder auch Six Feet Under spielen, verstehen. Songs wie der flotte Opener „Slowly rotting“ „The awakening“ atmen eindeutig den Spirit von „Left hand path“ und „Like an everflowing stream“ (um mal zwei Beispiele zu nennen) und hören sich an, als wären sie direkt aus dem Jahr 1991 hierher auf „Dead, rotten and hungry“ gebeamt worden. Die groovigeren Sachen, wie das an Six Feet Under erinnernde „Walking dead“ (ein feiner Headbanger, der sogar Bolt Thrower mäßige Gitarrenlicks darbieten kann), kommen dann, wie schon erwähnt, eher aus der US Death Metal Ecke.

Beide Spielarten verbinden Facebreaker meiner Ansicht nach sehr gut. Bei Tracks, die nicht explizit einem der beiden Stile zuzuschreiben sind, funktioniert die Fusion quasi perfekt, denn die einzelnen Parts gehen nahtlos ineinander über und tragen so dazu bei, dass dem Hörer nicht langweilig wird und die Scheibe interessant bleibt. Die Produktion kann sich ebenfalls hören lassen, passt hervorragend zu den Songs des Albums und rückt sie ins rechte Licht. Auch hier kann man (natürlich) Parallelen zu den oben genannten Scheiben ziehen. Old School halt, aber fett produziert und schön aggressiv rüber gebracht. Über die Lyrics hingegen muss man sich nicht wirklich Gedanken machen. Es ist zwar leider kein Textblatt mit der Promo geliefert worden, ich denke aber trotzdem, dass Songtitel wie „Consumed“ lyrisch nichts mit dem Einkaufsverhalten der Jungs um Roberth Karlsson (ex- Edge Of Sanity) zu tun haben.

„Dead, rotten and hungry“ hat und wird auch in Zukunft den Death Metal nicht neu definieren. Soviel steht mal fest. Aber die Scheibe sollte doch allen ans Herz gelegt werden, die den schwedischen Death Metal liebten, bevor In Flames Pop Musik und Entombed zu neuen Ufern aufgebrochen sind. Gute Scheibe für ein wenig Nostalgie und ein paar Bierchen!



Tracklist:
1. Slowly rotting
2. Dead rotten and hungry
3. Night of the burning dead
4. The awakening
5. Walking dead
6. Burner
7. Consumed
8. Unanimated flesh
9. Unlock the horror
10. Soul eater
11. Devoured by decay


Line-Up:
Roberth Karlsson: Vocals
Jonas Magnusson : Bass, backing vocals
Mika Lagrén: Lead guitar
Janne Ivarsson: guitar
Mikael Wassholm: Drums

DISCOGRAPHY:

2000 - Use Your Fist (Demo)
2003 - Hate and Anger (Demo)
2004 - Bloodred Hell
2008 - Dead Rotten and Hungry

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