Squealer-Rocks.de CD-Review
Shatter Messiah - God Burns Like Flesh

Genre: Power Metal
Review vom: 08.11.2007
Redakteur: Jack
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label: Dockyard 1



So ganz ersichtlich sind mir Curran Murphy’s Ziele mit seiner eigenen, im letzten Jahr ins Leben gerufenen Band Shatter Messiah, die mit Jason Chamberlain nun einen neuen Bassisten an Bord begrüßt, noch nicht geworden. Denn eigentlich erwartet man von einem Musiker, der bei Annihilator und Nevermore große Bühnenluft schnuppern durfte, etwas gänzlich anderes, das keine Schlüsse auf die ehemaligen Brötchengeber zulässt. Doch wie bereits bei Thomen Stauch und Savage Circus (ja, ich weiß, dass der dort mittlerweile nicht mehr tätig ist) beruft sich Mr. Murphy lieber auf das bereits Durchexerzierte. So auch auf dem über Dockyard 1 erscheinenden Zweitling GOD BURNS LIKE FLESH.

Sieht man mal davon ab, dass sich auf GOD BURNS LIKE FLESH erstmals Curran’s Kameraden mit ihrer Kreativität zu Wort melden durften, hat sich an der Maxime von Shatter Messiah nämlich nicht allzu viel geändert. Im Fokus steht noch immer ein kerniger, stellenweise verspielter US Power Metal, der heuer mit einigen harten, gen Death Metal zeigenden Versatzstücken (inklusive Grunzgesängen) verfeinert wird. Oder anders ausgedrückt: Man versteift sich weiter auf den stets präsenten, letzten Nevermore-Rundling GODLESS ENDEAVOUR, gibt dazu etwas Annihilator gepaart mit schleppenden Passagen und fertig ist ein neun Tracks starkes, topmodern produziertes Album mit einer erstklassigen Gesangs- und Gitarrenarbeit. Dass Greg Wagner den Halfords und Owens’ dieser Welt Paroli bieten kann, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben.

Soweit, so gut. Doch der Überraschungseffekt des Vorgängers, bei dem sich jeder, ob der tollen Nevermore’schen Improvisation, gefreut hat, ist ein Jahr später verflogen, und so stellt sich bei allen, die sich nicht zu den absoluten US Metal Maniacs zählen, bereits die Ernüchterung ein, zumal – und das ist mehr als augenscheinlich – GOD BURNS LIKE FLESH anders als NEVER TO PLAY THE SERVENT keine echten Smasher (das zwischen thrahigen Strophen und einem gedrückten Refrain schwankende „Pathway“ fällt noch am ehesten in diese Kategorie) im Petto hat. Demnach läuft die Scheibe (auch nach dem zehnten Versuch) zwar zügig und in einem Fluss durch, hängen bleibt dennoch nichts. Von einem Besuch im Puff redet ja auch (fast) keiner…

Fazit: Um Himmels Willen, alles schlecht reden, will ich natürlich nicht. Dafür warten Shatter Messiah auf ihrem zweiten Longplayer mit einer viel zu routinierten US Power Metal Performance auf, die technisch keinerlei Abstriche zu verzeichnen hat. Lediglich das Herz und die Leidenschaft, die in diesem Genre stets das entscheidende Quäntchen an der Waage spielt, vermisse ich. Deshalb lege ich dann doch lieber das Debüt NEVER TO PLAY THE SERVENT ein.
Ja, meine Herren, das ist was Feines!

Tracklist:
1. Idolator
2. God Burns Like Flesh I
3. God Burns Like Flesh II
4. Pathway
5. Stripped Of Faith
6. Dirge Of Christ
7. Buried In Black
8. This Is The Day
9. Tomorrow Immortal

Anspieltipps: Idolator, Pathway

Band Line-Up:
Greg Wagner – Gesang
Curran Murphy – Gitarre
Dusty Holt – Gitarre
Jason Chamberlain – Bass
Robert Falzano – Schlagzeug

DISCOGRAPHY:

2006 – Never To Play The Servent
2007 – God Burns Like Flesh

SQUEALER-ROCKS Links:

Shatter Messiah - Never To Play The Servent (CD-Review)
Shatter Messiah - God Burns Like Flesh (CD-Review)

SONSTIGES:

BANDHOMEPAGE
Diesen Beitrag im Forum diskutieren