Squealer-Rocks.de CD-Review
Hemlock - Bleed The Dream

Genre: Metalcore/Thrash Metal
Review vom: 02.10.2007
Redakteur: Edewolf
Veröffentlichung: Bereits erschienen.
Label: Candlelight Records



Ich muss zugeben, dass mir Hemlock bisher gar nicht bekannt war, so kann man aber mal ziemlich unvoreingenommen an so ein Album herangehen und es auf sich wirken lassen. Hemlock haben in der Vergangenheit eher den amerikanischen Kontinent betourt. Dabei auch im Vorprogramm von durchaus namhaften Bands wie Slayer, Hatebreed, Lamb of God und Slipknot.

Laut Bandhomepage waren sie wohl auch gerade mit Pro-Pain in Europa unterwegs. Sie bezeichnen sich selbst als „hardest working and up coming metal band in the entire US“ was sich aber meiner Meinung nach nur auf ihr Tourpensum bezieht. Die vier Jungs aus Las Vegas sollten vielleicht einfach mal ein Bisschen mehr im Proberaum arbeiten und mehr Energie ins Songwriting stecken. Die Zeiten in denen man an einem Tag absolute Cross-Over Kultalben aufnehmen konnte sind vorbei!

Musikalisch bietet Hemlock eine Mischung aus Trash und Metal-Core. Diese Mischung geht zwar meistens voll in die Fresse, kommt aber in diesem Fall eher einfallslos und unkreativ daher. So bietet „Bleed the Dream“ dann auch einen sehr breit gefächerten Querschnitt von „geht so“ über „schon tausendmal gehört“ bis zu „das nervt“. Sind jetzt zwar nicht unbedingt die professionellsten Beschreibungen, sie spiegeln aber meine Reaktionen und Kommentare beim Hören am besten wieder. Wirklich positiv sind bei mir eigentlich nur die beiden ersten Songs des Albums „My eyes itch“ und Weakman Suicide“ aufgefallen. Die Songs rocken zwar sehr gut, bieten aber auch nichts wirklich Spektakuläres. Song Nummer vier „Nobody Knows“ ist dann meiner Ansicht nach ein Musterbeispiel an Einfallslosigkeit. Die Produktion ist insgesamt auch zu schwachbrüstig. Sehr laute aber nicht wirklich wuchtige Gitarren und einen Drumset-Mix welchen man meist nur erahnen kann. Einziger Lichtblick ist hier Sänger und Bassist Chad Smith, welcher sich als wahrer Hassklumpen herausstellt und trotz allem sehr gut rüberkommt.

Trotz der Kritik kann ich mehr trotzdem sehr gut vorstellen, dass Hemlock Live sehr gut funktionieren. Ist eben ein typischer Mosh-Pit-Sound, einfach und treibend. Aber irgendwie hat man das alles schon mal irgendwo gehört. Die Musik mag vielleicht bei den Kids gut ankommen, welche sich auf dem letzten Wacken gefragt haben:“Wer zur Hölle sind Sacred Reich?“, aber wenn man sich schon länger mit Metal beschäftigt und auch schon so einiges gehört hat bzw. hören musste, hauen einen Hemlock mit ziemlicher Sicherheit nicht gerade vom Stuhl. Da bleibt zu wenig hängen und in meinen CD-Schacht wird sich „Bleed the Dream“ so schnell nicht wieder verirren.



Tracklist:
01. My Eyes Itch
02. Weakman Suicide
03. The Platinum Lie
04. Nobody Knows
05. Jacob´s Ladder
06. Pipebomb
07. Suffocate The Truth
08. Bleed The Dream
09. Becoming
10. Raze To The Ground
11. To The Nines (Bonustrack)
12. Crooked Smile (Bonustrack)


Line-Up:
Chad Smith - Bass, Vocals
Brandon Crane - Guitar
Bryan Gentry - Guitar
Brian Smith – Drums

DISCOGRAPHY:

2001 - Pigeon Holed
2001 - Shut Down
2007 - Bleed The Dream


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