Squealer-Rocks.de CD-Review
Spoil Engine - Skinnerbox v.07

Genre: Thrash Metal/Modern Metal
Review vom: 18.09.2007
Redakteur: Colin
Veröffentlichung: Bereits erschienen.
Label: Apache Productions



Was haben Machine Head, Soilwork, Killswitch Engage, Shadows Fall und Pantera gemeinsam? So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber zumindest zeichnet die genannten Bands aus, dass sie mit einem fetten, harten und aggressiven Sound auf sich aufmerksam gemacht (im Fall von Pantera, ihn mitgeprägt) haben. Was das jetzt mit den Belgiern von Spoil Engine zu tun hat? Nun ja, das Labelinfo sagt, dass die Combo ähnliche Stärken wie die oben genannten Bands aufweist und die Anführer der „New Wave Of Belgian Heavy Metal“ sind. Aha, na denn. Flagschiff zu sein, ist ja jetzt nicht so ´ne schwere Bürde…

Fest halten kann man aber schon von Anfang an, dass Spoil Engine auf ihrem Debütalbum keine Gefangenen machen und sich weder von ellenlangen Vor- noch Nachspielen aufhalten lassen, dafür aber direkt zur Begrüßung die Abrissbirne „Enter the arena“ (treffender Titel!) rüberreichen. Ja, das ist aggressiv, was die Jungs da spielen. Ja, das ist hart. Ja, das ist fett produziert worden. Und ja: Das ist Thrash, verdammt!

Die Gitarren knallen schön brutal aus den Boxen, kommen aber dennoch klar rüber, so dass man auch die, vom Gitarrenduo Steven Sanders und Nick Vandenberghe geschickt eingestreuten, Nuancen und Variationen innerhalb der Riffs immer nachvollziehen kann. Gleiches gilt für die Rhythmusgruppe Steven Demey (Drums) und Kristof Taveirne (Bass), die die Riffs auf den Punkt unterstützen und sehr tight zusammen spielen. Dadurch ist das Feld für Shouter Niek Tournois natürlich sehr gut bestellt und der Brüllwürfel muss nur noch abernten was die Kollegen ihm da musikalisch kredenzt haben. Stimmlich ist Tournois am Rand des Metalcore anzusiedeln. Allerdings setzt er seinen Gesang nicht, wie viele Fronter dieser „Szene“, eindimensional, infantil rumbrüllend ein, sondern setzt auch auf cleanen (melodischen) Gesang sowie Spoken Word Einlagen innerhalb der Songs. Da diese Elemente von Spoil Engine aber dezent eingesetzt und die Basis aus den aggressiven Gesangsparts besteht, werden diese also nicht überreizt.

Musikalisch verhält es sich ähnlich. Thrash ist ganz klar das Hauptelement im Sound von Spoil Engine, der bei den schnellen Parts einfach pure Energie ist und in den groovigeren Parts latent an Machine Head erinnert (allerdings nicht penetrant klingt). Aber die belgischen Knaben wildern nicht nur im Thrash. Durch das Hinzunehmen von Stilelementen aus dem Death Metal-, Nu Metal- und sogar aus dem Hardcore Bereich, bieten die Songs auf „Skinnerbox v.07“ enorm viel Abwechslung und werden nicht langweilig. Auch die hier und da eingesetzten zweistimmigen Gitarren tragen ihren Teil dazu bei die Songs dynamisch zu halten. Ebenso wie die vielen gut gewählten Tempowechsel und Breaks. Neben Hassbatzen vom Kaliber „Nihil“, „Over & out“ oder „Blood on my hands“ stehen melodischere, (nicht wirklich) ruhigere Stücke wie „Chains“ oder „Fitting the pieces“ gegenüber, was auch nötig ist, denn trotz aller Abwechslung, wären 40 Minuten Dauergeknüppel doch recht ermüdend. Und bei Metal einschlafen ist was für Pussys…

Das Debütalbum von Spoil Engine ist also eine runde Sache geworden. Fans oben genannter Bands sollten der Band eine Chance geben, beziehungsweise ihnen ein Ohr leihen. Old School Thrasher werden wohl ein paar mehr Durchläufe brauchen. Den Versuch sollte „Skinnerbox v.07“ aber wert sein.
Anspieltipps: Entert he arena, Nihil, Fitting the pieces



Tracklist:
1. Enter the arena
2. Nihil
3. Own worst enemy
4. Over & out
5. Cold & black
6. Chains
7. Danilah breaks
8. Blood on my hands
9. Fitting the pieces
10. Voices of escape


Line-Up:
Niek Tournois – Vocals
Steven Sanders – Guitars
Nick Vandenberghe – Guitars
Steven Demey – Drums
Kristof Taveirne - Bass

DISCOGRAPHY:

2007 - Skinnerbox v.07

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Spoil Engine - Skinnerbox v.07 (CD-Review)

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