Squealer-Rocks.de CD-Review
Seventh Calling - Monuments

Genre: US Metal
Review vom: 09.07.2007
Redakteur: Colin
Veröffentlichung: Bereits erschienen
Label: Melissa Records



Lange habe ich mit mir gerungen, wie dieses Review zu dem Debütalbum der amerikanischen Metaller von Seventh Calling, wohl aussehen soll. Auch nach unzähligen Durchläufen bin ich noch immer nicht schlauer, ob „Monuments“ nun das Prädikat „gut“ oder eher „ausreichend“ verdient hat. Wie so oft, handelt es sich hier um ein zweischneidiges Schwert.

Eigentlich gibt es über die Songs auf der Scheibe gar nicht viel zu meckern. Die Lieder sind mit leichten Versatzstücken des Epic Metal arrangiert worden und kommen auch immer gut auf den Punkt. Der US Metal, den Seventh Calling spielen, ist zudem noch, dem heutigen Standard entsprechend, vor allem im Bereich der Gitarren gut produziert worden. Auch merkt man bei Songs wie beispielsweise „Fight for your life“, dass die beiden Bandleader Lance Lange und Steve Handel nicht erst seit gestern zusammen musizieren. Die beiden ergänzen sich an ihren Äxten hervorragend und präsentieren auf „Monuments“ ein paar knackige Riffs, die ganz in der Tradition alter Helden des US Metal, wie zum Beispiel Metal Church, stehen.

Gerifft wird auf der Platte also ordentlich. Auch die Rhythmusgruppe unterstützt die Songs, bzw. Riffs, dahingehend, dass sie niemals zu viel spielt. Man kann sogar sagen, dass Bass und Drums ihren Aktionsgrad auf ein Minimum reduziert haben und Breaks und Fills nur an Stellen einbringen, wo es auch sinnvoll ist. Gleiches gilt für die Soli der Herren Lange und Handel. Klar, Seventh Calling erfinden den (US) Metal nicht neu (was generell ja auch recht schwierig wäre), sind aber über die gesamte Albumlänge um eine eigene Note bemüht. Was ihnen auch recht gut gelingt. Ein wenig mehr Variationen, was das allgemeine Tempo der Songs betrifft, wären zwar wünschenswert gewesen, ansonsten gibt es musikalisch aber nicht viel an dem Erstling von Seventh Calling zu beanstanden.

Was man aber beanstanden kann (und ich hiermit tue) ist der Gesang der beiden Axtathleten. Die Idee, zweistimmigen Gesang zu präsentieren, der sich nicht in Grunzen und Nachtigallengeträller aufgeteilt, ist natürlich immer sehr reizvoll. Allein mit den Möglichkeiten die sich dadurch ergeben, kann man schon enorm viel Abwechslung in das Songwriting einbringen. Das Problem bei Seventh Calling aber ist die Doppelbelastung der Frontmänner. Die Gesangsmelodien scheinen eher lieblos ausgearbeitet zu sein, was einen starken Song wie den pompösen Opener „Dark angel“ natürlich deutlich unter Wert verkauft. Die teilweise wirklich sehr guten Songs leiden unter der mangelnden Griffigkeit der Gesangslinien und Hooklines. Will sagen, sie bleiben nur sehr schwerlich im Ohr hängen. Hier hätte man ruhig noch ein wenig länger an den Melodien arbeiten dürfen. Hinzu kommt, dass zumindest Handel bei einigen seiner Vocalparts die Töne nicht immer richtig trifft. Das hat einen unschönen, nicht unbedingt professionellen Beigeschmack und wäre mit einem Frontmann, der sich „nur“ auf das Singen konzentriert, sicherlich besser gelaufen.

Fazit: Freunde des US Metal sollten sich „Monuments“ zumindest einmal anhören, da sich auf dem Album tendenziell echt gute Musik befindet. Wenn die Jungs sich jetzt noch nach einem kompetenten Frontmann umsehen, bin ich sehr auf die zweite Scheibe gespannt. Kaufempfehlung spare ich mir. Hört aber mal rein!
Anspieltipps: Dark Angel, Invasion, Fight for your life, My blood…your veins



Tracklist:
1. Dark angel
2. Silent screams
3. Faces of deception
4. Fight for your life
5. Dead mind´s eye
6. Invasion
7. Mercyless
8. The process
9. Awakening
10. Insanity
11. Immortality?
12. My blood…your veins


Line-Up:
Lance C. Lange – Vocals, guitars
Steve Handel – Vocals, guitars
Michael Poplees – Bass, backing vocals
Jamie Strohbach – Drums, programming

DISCOGRAPHY:

2003 – Monuments
2006 – Monuments (Re-Release)


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